Der amtierende türkische Meister Galatasaray setzt das nächste Ausrufezeichen in der Champions League! Vor heimischer Kulisse schlug "Cim Bom" dank des Doppelpacks von Batrakov (12./15.) den VfB Stuttgart verdient mit 2:0. In der hitzigen Partie war der frühe Doppelschlag in der ersten Hälfte letztlich der Schlüssel zum Erfolg.
Im Vergleich zum deutlichen 4:0-Sieg in der Liga gegen Konyaspor veränderte Galatasaray-Coach Okan Buruk seine Startelf auf vier Positionen. In der Defensive begannen Bardakcı und Jakobs für Singo und Elmalı. Darüber hinaus setzten Lemina und Barış Alper Yılmaz Gabriel Sara und Leao.
Batrakov erwischt Stuttgart eiskalt
Vor der lautstarken Kulisse im Rams Park kamen in der Anfangsphase die Gäste aus Stuttgart deutlich besser ins Spiel. Bereits die ersten Zweikämpfe ließen durchblicken, dass es eine intensive Partie werden würde. Die erste große Torchance gehörte auch den Gästen. Nach einer Flanke von Mittelstädt kam Leweling am zweiten Pfosten zum Abschluss. Der deutsche Nationalspieler hatte allerdings Pech, denn letzterer traf gleich beide Pfosten, ehe der Ball dann von dort statt ins Tor wieder zurück ins Feld sprang (8.). Wenige Minuten später schlug "Cim Bom" dann eiskalt zu. Nachdem VfB-Innenverteidiger Chabot eine Hereingabe von Sallai zunächst geklärt hatte, landete der Ball genau vor den Füßen von Batrakov. Der russische Neuzugang fackelte nicht lange und setzte einen harten Schuss unter die Latte. VfB-Keeper Bredlow war zwar noch am Ball, konnte den wuchtigen Führungstreffer der Hausherren aber nicht verhindern (12.).
Der Treffer beflügelte die Kicker von Galatasaray, die daraufhin den Schwung mitnahmen und weiter in der Offensive drückten. Die Stuttgarter hingegen verloren nach der mutigen Anfangsphase komplett den Faden und kassierten nur vier Minuten später den nächsten Rückschlag. Ein präziser Steilpass von Sánchez hebelte die komplette VfB-Defensive aus. Der bereits gestartete Batrakov nahm den Ball auf, blieb vor Bredlow cool und schob das Leder durch dessen Beine zum 2:0 ein (15.). Spätestens dann kippte die Partie endgültig auf die Seite der "Löwen", die durch Osimhen sogar die Chance auf den dritten Treffer hatten (32.). Ein Zweikampf zwischen Führich und Yılmaz sorgte wenige Minuten später für eine heftige Rudelbildung, bei welcher sowohl Yılmaz als auch VfB-Kapitän Undav die Gelbe Karte sahen (38.). Abgesehen von einem Schlenzer von Führich (42.) und auf der Gegenseite ein Abschluss von Osimhen (44.) gab es bis zum Halbzeitpfiff sportlich keinerlei weitere Torraumszenen. Aus Sicht von Galatasaray ging es dank des Batrakov-Doppelpacks auch mit der verdienten Führung in die Kabine.
Burası Ali Sami Yen. Burada her şey gerçek.
Maç sonucu: Galatasaray 2-0 VfB Stuttgart 👏
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— Galatasaray SK (@GalatasaraySK) November 3, 2026
VfB drängt auf den Anschluss
Beide Teams kehrten personell unverändert aus der Halbzeitpause zurück. Nach einer zunächst ereignisarmen Anfangsphase kamen die Gäste aus Stuttgart deutlich besser aus der Kabine und erhöhten den Druck auf das Galatasaray-Tor. Die erste gute Möglichkeit gehörte zwar den Gastgebern, doch Osimhen scheiterte mit einem zu zentralen Abschluss an Bredlow (56.). Nur wenige Augenblicke später sorgte dann Führich wieder für Gefahr. Der Flügelspieler verfehlte nach einem starken Dribbling das lange Eck nur knapp (57.). Die bis dato beste Chance gehörte dann Undav. Nach Vorarbeit von Führich zog der Angreifer aus zentraler Position ab, doch Gala-Keeper Çakır reagierte stark und parierte auch diesen Versuch (63.). Nur zwei Minuten später wurde der Galatasaray-Schlussmann erneut gefordert, als Führich nach einem starken Solo selbst den Abschluss suchte. Wieder blieb Çakır Sieger und verhinderte den Anschlusstreffer (65.). Um für mehr Entlastung zu sorgen brachte Gala-Coach Buruk Neuzugang Leao für Yılmaz in die Partie. Auch Sallai machte für Singo Platz (68.).
VAR verhindert VfB-Anschlusstreffer
Die Stuttgarter konnten ihrerseits die Drangphase mit dem lang ersehnten Anschlusstreffer krönen. Dem Führich-Treffer ging allerdings eine knappe Abseitsposition von Undav voraus, weshalb das Tor vom VAR wieder aberkannt wurde (76.). Daraufhin fiel den Gästen wenig ein, weshalb es selten gefährlich wurde. Die größte Chance hatte der eingewechselte Pejcinovic, doch der VfB-Neuzugang scheiterte abermals an den starken Çakır (86.). Ergebnistechnisch blieb es letztlich beim 2:0-Erfolg für Galatasaray, die nach dem 4:2-Auswärtserfolg in Lille den nächsten wichtigen Dreier in der Königsklasse einfuhren.
Am kommenden Samstag geht es für die "Löwen" in der Süper Lig weiter. Als Tabellenführer empfängt der türkische Rekordmeister vor heimischer Kulisse den Tabellenzweiten Amedspor zum Topspiel.
Foto: Ahmad Mora/Getty Images

