Bevor Galatasaray die Schwaben vom VfB Stuttgart empfängt, müssen die "Löwen" in Konya kämpfen. Keine leichte Aufgabe, ebenso wenig wie für Beşiktaş im benachbarten Kasımpaşa. Bei Fenerbahçe feiert Interimsmann Dirk Kuyt sein Debüt.
Die nächste Spielrunde der Ligaphase in der Champions League steht schon wieder vor der Tür. Und weil Galatasaray bereits am Dienstagabend um 18:45 Uhr den VfB Stuttgart empfängt, ist es der türkische Rekordmeister, der mal wieder den Süper-Lig-Spieltag eröffnet. Nach dem Derbysieg gegen Fenerbahçe hatten die "Löwen" zwar eine kurze, sehr sicher aber euphorisierte Verschnaufpause. Die Art und Weise, wie Galatasaray den Erzrivalen und vermeintlich ärgsten Titel-Konkurrenten zeitweise dominiert hat, unterstrich, dass man nach wie vor der Branchenprimus ist. Doch Vorsicht, liebe Gala-Fans, nun geht es nach Konya (Sonntag, 18:00 Uhr MEZ), in jüngster Vergangenheit nicht gerade das beste Pflaster für die "Löwen". Von den vergangenen sieben Partien gewann Konya vier – so auch in der Rückrunde der zurückliegenden Saison (2:0). Ein Selbstläufer wird die Stuttgart-Generalprobe also nicht.
Interimstrainer Kuyt debütiert gegen Göztepe
Am Samstag ab 17:00 Uhr (MEZ) darf sich dann mal wieder ein ganz neuer Trainer in der Süper Lig beweisen. Dirk Kuyt ist seit Dienstag Interimstrainer von Fenerbahçe und damit vorerst Nachfolger von Ismail Kartal, für den es nach der Derby-Niederlage (fast schon erwartbar) zu Ende war. Der niederländische Ex-Spieler soll die "Gelben Kanarienvögel" nun wieder auf Kurs bringen; erst gegen Göztepe in der Liga, dann auch in der Champions League. Am Mittwoch coacht Kuyt dabei ausgerechnet gegen seinen anderen langjährigen, ehemaligen Arbeitgeber Liverpool. Und wer weiß, vielleicht hinterlässt Kuyt gleich gegen Göztepe einen solchen Eindruck, dass sich der Klub-Vorstand doch mit einer längeren Zusammenarbeit beschäftigt.
Beşiktaş zu Gast beim Angstnachbar, Amed empfängt Schlusslicht
Sorgen dergleichen hat Beşiktaş nicht, zumindest bei den schwarz-weißen Fans dürfte es mit Blick auf den Spielplan aber Stirnrunzeln geben, denn am Sonntag (17:00 Uhr MEZ) es nach Kasımpaşa. Der Stadtnachbar erwies sich den vergangenen Jahren schon oft als unerklärlicher Angstgegner und spielt aktuell mit Trainer Emre Belözoğlu auch noch groß auf. Mit einem Sieg würde man in der Tabellen an Beşiktaş gar vorbeiziehen. Trabzonspor empfängt zuvor (Sonntag, 14 Uhr MEZ) Gaziantep. Und wer – der Vollständigkeit halber – hofft oder vermutet, die Erfolgsserie vom Überraschungsteam von Amed SK könnte nun mal enden, wird sich aller Voraussicht nach noch mindestens eine weitere Woche gedulden müssen. Denn der bislang so herausragend spielende Tabellenzweite trifft am Wochenende auf das bis dato kaum wettbewerbsfähige Eyüpspor.

