Zum Auftakt des 10. Spieltages in der Süper Lig gastierte Galatasaray am Freitagabend in Konya. Beim 4:0-Auswärtssieg gaben sich die "Löwen" keine Blöße und fertigten die Mannschaft von Trainer İlhan Palut souverän ab. Während Yunus Akgün traumhaft aus der Distanz traf, durfte sich Rafael Leão über sein erstes Tor im Trikot des Tabellenführers freuen.
Wegen der Geburt seines zweiten Kindes reiste Victor Osimhen erst nachträglich nach Konya, wo der Star-Stürmer seinem Trainer Okan Buruk dann auch zur Verfügung stand. Verzichten musste Galatasaray hingegen auf Innenverteidiger Abdülkerim Bardakcı, da der 32-Jährige im Derby gegen Fenerbahçe nach Abpfiff die Rote Karte gesehen hatte. Im Duell mit Konyaspor, das aus den ersten neun Spielen nur acht Punkte einfahren konnte, setzten die "Löwen" zunächst auf Çakır, Elmalı, Singo, Sánchez, Sallai, Gabriel Sara, Torreira, Leão, Batrakov, Akgün und Osimhen. Für Singo war es der erste Startelf-Einsatz in dieser Saison.
Akgün-Strahl sorgt für staunende Gesichter
Nach dem Derby-Sieg über den Erzrivalen aus Kadıköy traten die favorisierten Gelb-Roten in Konya mit dem klaren Ziel an, den wettbewerbsübergreifend vierten Erfolg in Serie einzufahren. So gingen die ersten beiden Chancen der Partie auf das Konto der Gäste, bei denen es erst Batrakov (3.) und dann Leão (7.) versuchte. Vor allem beim etwas zu unentschlossenen Abschluss des Portugiesen nach feinem Anspiel von Akgün wäre mehr drin gewesen, Güngördü im Kasten Konyaspors parierte allerdings auch stark. Machtlos war der 30-jährige Keeper wenig später gegen – natürlich – Osimhen: Der Nigerianer, der zuletzt doppelt gegen Fenerbahçe getroffen hatte, befindet sich aktuell in Topform und brachte sein Team in der 12. Spielminute per Kopf mit 1:0 in Führung. Den Assist steuerte Gabriel Sara in seinem 100. Pflichtspiel für Galatasaray mit einer präzisen Freistoß-Flanke aus dem Halbfeld bei. Während der Treffer von Osimhen bereits sehenswert daherkam, legte Akgün in der 28. Spielminute noch einen drauf: Eine kurz ausgeführte Ecke landete über Batrakov beim Rechtsaußen, woraufhin dieser von deutlich außerhalb des Strafraums abzog und den Ball mit links im rechten oberen Eck zur 2:0-Führung für die "Löwen" einschlagen ließ. Bis Konyaspor in Form eines Kopfballs von Tóth auch einmal Gefahr ausstrahlen konnte, dauerte es derweil eine halbe Stunde. Kurz vor der Pause wurde es ähnlich knapp, als Muleka beinahe für den Anschlusstreffer der Zentralanatolier sorgte (39.). Doch der Kopfball des ehemaligen Beşiktaş-Akteurs krachte nur ans Aluminium, sodass der türkische Meister zur Halbzeit weiterhin mit 2:0 in Front lag. Wenige Minuten vor dem Kabinengang mussten die Hausherren zu allem Überfluss auch noch verletzungsbedingt den Torhüter auswechseln.
Konya’da 3️⃣ puanı 4️⃣ golle alıyoruz! 💪
Maç sonucu: T. Konyaspor 0-4 Galatasaray 👏
#KNYvGS https://t.co/Kr3gXHsZgV
— Galatasaray SK (@GalatasaraySK) October 30, 2026
Fünffach-Wechsel nach endgültiger Entscheidung
Etwas mehr als drei Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, ehe Gabriel Sara Batrakov auf dem linken Flügel auf die Reise schickte. Der Russe setzte sich im Laufduell mit Jevtović durch, blieb bei seinem flachen Abschluss cool und erzielte so das 3:0 der Gelb-Roten. Für die endgültige Entscheidung zu einem frühen Zeitpunkt sorgte Leão in der 55. Spielminute vom Elfmeterpunkt. Den vom portugiesischen Nationalspieler selbst herausgeholten Strafstoß, auf dessen Ausführung der reguläre Schütze Osimhen verzichtete, verwandelte der 27-Jährige problemlos und ansehnlich ins linke obere Eck zum 4:0. Damit durfte der Sommer-Neuzugang erstmals seit seinem Transfer an den Bosporus über ein eigenes Tor jubeln. Im Hinblick auf das bevorstehende CL-Spiel gegen Stuttgart wechselte Galatasaray nach einer guten Stunde gleich fünffach: Akgün, Batrakov, Osimhen, Torreira sowie Gabriel Sara durften allesamt vorzeitig in den Feierabend und wurden von Sané, Gündoğan, Gül, Ugochukwu und Nhaga ersetzt. Den Rest der Begegnung spielten die rotierenden "Löwen" souverän zu Ende, resultierend in einen 4:0-Auswärtssieg bei Konyaspor. Nach zehn Süper-Lig-Spielen kommt der Spitzenreiter somit auf eine Zwischenbilanz von 25 Punkten.
Vor der nächsten Länderspielpause stehen für "Cim Bom" noch zwei Pflichtspiele im Terminkalender. Zunächst empfängt man am Dienstag den VfB Stuttgart in der Königsklasse, ehe das Buruk-Team nächsten Samstag – erneut zuhause – im Süper-Lig-Topspiel auf Amed SK trifft.

