Nach der deutlichen 0:4‑Niederlage gegen Trabzonspor gerät Galatasaray‑Trainer Okan Buruk unter Druck. Während die Fans in den sozialen Medien seinen Rücktritt forderten, reagierte der 52-Jährige mit einer klaren Ansage und erklärte zudem seine umstrittene Rote Karte.
Einen Abend zum Vergessen erlebte der amtierende türkische Meister Galatasaray. Nicht nur bei den Spielern und Verantwortlichen, sondern auch bei allen Anhängern von "Cim Bom" hat die gestrige 0:4‑Pleite gegen Trabzonspor hohe Wellen geschlagen. Als Reaktion auf die nunmehr zweite Niederlage in der noch jungen Saison forderten in den sozialen Medien zahlreiche Fans sogar den Rücktritt des Trainers Okan Buruk. Nach dem Spiel wurde jener im Kabinengang auch gefragt, ob er über einen Rücktritt nachdenke. Der Coach reagierte überrascht und deutlich: "Was für ein Rücktritt? Wir haben nur ein Spiel verloren und sind weiterhin Tabellenführer", so der 52-Jährige.
"Ich habe nichts Böses gesagt"
Für zusätzliche Diskussionen sorgte Buruks Rote Karte während der Partie. Der Trainer stellte im Nachgang der Partie klar, dass er den Schiedsrichter nicht beleidigt habe. Er habe lediglich nach einer Szene gefragt, woraufhin zunächst Gelb und anschließend Rot folgte. "Ich habe dem Schiedsrichter nichts Böses gesagt und ihn auch niemals beleidigt. Ich habe nach einer Entscheidung gefragt, und er hat mir eine gelbe Karte gezeigt. Dann habe ich den Schiedsrichter gefragt, warum ich eine gelbe Karte bekommen habe, und dann hat er mich direkt vom Platz gestellt. Es gab keine Beleidigung und kein böses Wort von mir."
Trotz der deutlichen Niederlage gegen Trabzonspor, befindet sich der amtierende türkische Meister mit 13 Zählern aus sechs Partien zumindest punktetechnisch auf einem ordentlichen Weg. Dennoch sollte die Niederlage als Warnsignal aufgefasst werden. Sollten die Ergebnisse in den kommenden Wochen erneut ausbleiben, könnte der Druck deutlich steigen. Gleichzeitig bietet der Spielplan in der Liga auch die Chance auf eine schnelle Antwort. Nach der Länderspielpause warten mit Kasımpaşa und Gençlerbirliği zwei machbare Gegner, bei denen aber auch zwei Pflichtsiege gefordert werden. Bleibt der Erfolg jedoch aus, könnte die Frage nach einem möglichen Kurswechsel im Klub schon bald wieder lauter werden.
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