Die 0:4-Niederlage bei Trabzonspor hat Galatasarays defensive Probleme schonungslos offengelegt. Nach sechs Spieltagen kassierte der türkische Meister bereits zehn Gegentore – so viele wie seit 60 Jahren nicht mehr zu diesem Zeitpunkt einer Saison.
Zuletzt startete Galatasaray 1966/67 noch schlechter in eine Spielzeit. Damals standen nach den ersten sechs Ligapartien elf Gegentreffer zu Buche. Die Mannschaft von Okan Buruk blieb in dieser Saison lediglich gegen Erzurumspor FK und Kocaelispor ohne Gegentor.
Fast jeder zweite Torschuss landet im Netz
In der laufenden Saison kamen bislang 19 gegnerische Abschlüsse auf das Tor von Galatasaray. Zehn davon landeten im Netz. Damit führte mehr als jeder zweite gegnerische Torschuss zu einem Gegentor. Auch Uğurcan Çakır erwischte bei seinem Klub keinen überzeugenden Start. Der türkische Nationaltorhüter musste in fünf Ligaspielen bereits achtmal hinter sich greifen. Sein Ersatzmann Jankat Yılmaz kassierte bei seinem einzigen Einsatz gegen Göztepe die übrigen beiden Treffer. Beim 0:4 in Trabzon verschärfte sich nun die Krise weiter. Galatasaray ließ vier Schüsse auf das eigene Tor zu – alle vier waren drin. Uğurcan kassierte damit in seinen vergangenen vier Pflichtspielen neun Gegentreffer bei lediglich 13 gegnerischen Torschüssen.
Länderspielpause muss Lösungen bringen
Besonders deutlich wird der Einbruch im Vergleich zu den vergangenen Jahren. In Buruks erster Meistersaison 2022/23 kassierten die Gelb-Roten in den ersten sechs Spielen nur vier Treffer. Danach waren es zunächst drei und anschließend fünf Gegentore. In der vergangenen Saison stellte Galatasaray mit lediglich zwei Gegentreffern nach sechs Spieltagen sogar seinen besten Wert unter Buruk auf. Nun muss der Coach während der Länderspielpause dringend Lösungen finden. Seine Mannschaft führt die Tabelle zwar weiterhin an, doch die defensive Stabilität der vergangenen Meisterjahre ist anscheinend verloren gegangen. Die Süper Lig könnt ihr LIVE! im MatchCenter verfolgen!
