Die Übernahme von Electronic Arts durch den saudi-arabischen Staatsfonds PIF, Silver Lake und Affinity Partners ist abgeschlossen. Damit befindet sich der Publisher hinter EA Sports FC, Battlefield und Die Sims künftig vollständig in privater Hand. Die EA-Aktie wird nicht länger an der NASDAQ gehandelt.
Electronic Arts hat den Abschluss der bereits im September 2025 angekündigten Transaktion bestätigt. Die Aktionäre des Unternehmens hatten dem Verkauf bei einer außerordentlichen Versammlung am 22. Dezember zugestimmt. Das Käuferkonsortium besteht aus dem Public Investment Fund Saudi-Arabiens, der Technologie-Investmentgesellschaft Silver Lake und Affinity Partners.
Aktionäre erhalten 210 Dollar pro Aktie
Mit dem Abschluss der Übernahme erhalten die bisherigen Anteilseigner für jede gehaltene EA-Aktie 210 US-Dollar in bar. Der Handel mit den Wertpapieren wurde eingestellt. Anschließend soll Electronic Arts vollständig von der NASDAQ genommen werden. Eine öffentliche Börsenbewertung des Publishers wird es damit künftig nicht mehr geben. Entscheidungen können die neuen Eigentümer nun außerhalb der regelmäßigen Berichtspflichten eines börsennotierten Unternehmens treffen. EA erzielte im Geschäftsjahr 2026 nach eigenen Angaben einen Umsatz von rund 7,5 Milliarden US-Dollar.
Investitionen in KI und Spieleentwicklung angekündigt
Silver Lake kündigte umfangreiche Investitionen in das weitere Wachstum von Electronic Arts an. Ein Schwerpunkt soll darauf liegen, wie künstliche Intelligenz bei der Spieleentwicklung und für die Spielerfahrung eingesetzt werden kann. Auch der PIF bezeichnete Gaming und Sport als strategisch wichtige Bereiche. Der saudi-arabische Staatsfonds war bereits seit mehr als fünf Jahren als Minderheitsaktionär an Electronic Arts beteiligt und kennt das Unternehmen nach eigener Aussage entsprechend gut. Konkrete Änderungen an Studios, laufenden Projekten oder einzelnen Marken wurden mit dem Abschluss der Transaktion nicht bekannt gegeben.
Wilson sieht EA in einer starken Position
EA-Chef Andrew Wilson sprach von einem neuen Kapitel für den Publisher. Gemeinsam mit den neuen Partnern wolle das Unternehmen verstärkt investieren, Innovationen beschleunigen und neue Spiele sowie Unterhaltungserlebnisse entwickeln. Zum Portfolio von Electronic Arts gehören unter anderem EA Sports FC, Battlefield, Apex Legends, Die Sims, Madden NFL, Need for Speed, Dragon Age, Titanfall und Plants vs. Zombies. Welche Auswirkungen der Eigentümerwechsel langfristig auf diese Reihen und die internen Studios haben wird, bleibt zunächst offen.
Foto: ea.com
