Nach zuletzt turbulenten und nicht immer erfolgreichen Wochen hat sich Fenerbahçe am Sonntagnachmittag eindrucksvoll zurückgemeldet und gegen ein völlig chancenloses und zu jederzeit überfordertes Eyüpspor mit 8:0 gewonnen. Vedat Muriqi überragte beim Schützenfest mit einem Viererpack.
Beim torlosen Unentschieden gegen Gaziantep am vergangenen Montag startete noch Romelu Lukaku im Angriff. Nach einem eher mauen und harmlosen Auftritt des Belgiers durfte gegen Eyüpspor Muriqi von Beginn an ran – und lieferte sofort. Gleich im ersten Vorstoß des Spiels holte der kosovarische Nationalstürmer links im Sechzehner einen Elfmeter heraus. Die Ausführung des Strafstoßes überlies Muriqi aber Greenwood (4.), der mittig verwandelte – Eyüpspor-Keeper Moldovan entschied sich für die rechte Ecke. Dann der erste Muriqi-Streich: Über die linke Seite wurde Aktürkoglu steil geschickt, dessen flache Hereingabe der Stürmer aus fünf Metern nur noch über die Linie drücken musste (7.). Schon bei diesem Treffer sah Moldovan nicht gut aus, wesentlich schlechter aber dann beim 3:0. Greenwood schloss aus halbrechter Position im Strafraum ab, weil Eyüpspors Schlussmann den harten, aber unplatzierten Schuss jedoch nicht festhalten konnte, staubte Muriqi (21.) ab.
Guendouzi und Kahveci legen noch vor der Pause nach
Im Anschluss gönnte sich Fenerbahçe eine kleine Pause, ehe vor der Halbzeit abermals zugeschlagen wurde. Auf Vorarbeit von Kahveci setzte Guendouzi (38.) von der Strafraumkante zum Innenseitenschuss an, erwischte Moldovan auf dem falschen Fuß und erhöhte mit einem trockenen Schuss ins linke Eck den Spielstand auf 4:0. Mit dem Pausenpfiff dann sogar noch der fünfte Treffer. Greenwood legte am Sechzehner auf die rechte Seite zu Kahveci, der die lange Ecke anvisiert, dann aber frech aufs kurze Eck schoss und mit einem flachen Abschluss traf.
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Eyüpspor-Keeper bleibt in der Kabine – Muriqi schraubt Ergebnis hoch
Zum Start der zweiten Halbzeit wechselte FB-Trainer Yüksek für Kanté ein. Bei Eyüpspor blieb unterdessen der sehr unglücklich agierende Moldovan in der Kabine. Doch auch mit Bilgin zwischen den Pfosten lief es bei den Gästen nicht viel besser. Fenerbahçe legte sofort nach: Semedo bediente Muriqi (48.), der sich rechts im Strafraum frei bewegen und aufziehen konnte und einen satten Vollspannschuss ins rechte Toreck jagte. Unhaltbar sah aber auch dieser Schuss nicht aus. Nur sieben Minuten später legte Muriqi nach: Nach einer Ecke von der rechten Seite schraubte sich der Kosovare entschlossen hoch und vollendete aus kurzer Distanz mit dem Kopf (55.). Zu dieser Zeit schien es so, als könnte Fenerbahçe womöglich den Süper-Lig-Rekord für das höchste Ergebnis (10:0) brechen. Ein weiterer Treffer von Greenwood (80.), der nach klasser Vorarbeit von Yüksek und Aydın nur noch einschieben musste, bildete aber den Schlusspunkt ab.
Mit dem Befreiungsschlag macht Fenerbahçe auch in der Tabelle einen großen Sprung und belegt nun Platz 5. Nächster Gegner nach der Länderspielpause ist dann Rizespor.
Foto: Ahmad Mora / Getty Images
