An WM-Tag 15 gab es Entscheidungen in gleich drei Gruppen. Mit einem Sieg gegen die enttäuschende DFB-Auswahl machte Ecuador neben Elfenbeinkünste die Zwischenrunde perfekt. Der Favoritenrolle gerecht wurde die Niederlande, die mit ihrem 3:1-Erfolg gegen Tunesien in Gruppe F sowohl Japan als auch Schweden hinter sich ließ. Gastgeber USA musste hingegen gegen die bereits ausgeschiedenen Türken die erste Niederlage des Turniers hinnehmen.
Galliges Ecuador schlägt schwaches Deutschland
In Gruppe E stand bereits vor dem letzten dritten Gruppenspiel Deutschland bereits als Gruppensieger fest. Die Nagelsmann-Truppe musste dennoch nach einem unter dem Strich fahrigen Auftritt mit dem 1:2 die erste Niederlage des Turniers hinnehmen. Der umstrittene Galatasaray-Profi Sané brachte die DFB-Elf bereits nach zwei Minuten in Führung. Die Antwort Ecuadors ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Den Ballverlust des zuletzt stark aufspielenden Nmecha verwertete Angulo mit einem Distanzschuss eiskalt (9.). Daraufhin sollte die Nagelsmann-Truppe zu keinem Zeitpunkt mehr wieder zurück in die Spur finden. Die Südamerikaner hingegen lauerten auf ihre Chancen, nahmen das Publikum mit und kamen so nach einem Neuer-Aussetzer durch Plata zum verdienten Führungstreffer, der gleichzeitig den Sieg und das Weiterkommen in Gruppe E perfekt machte (77.). Für die Endrunde wird sich Deutschland steigern müssen, möchte man weiterhin im Turnier bleiben.
Im Parallelspiel setzte sich die Elfenbeinküste gegen Curacao dank eines Pepe-Doppelpacks (7./64.) souverän durch und zogen erstmals in der WM-Geschichte in die K.o-Phase ein. Mit dem Sieg festigten die Afrikaner punktgleich mit Tabellenführer Deutschland den zweiten Platz. Für den Inselstaat Curacao hingegen ist das WM-Märchen vorzeitig beendet. Mit dem erzielten Treffer gegen die DFB-Auswahl und dem Punktgewinn gegen Ecuador hatte der Underdog bereits seine WM-Geschichte geschrieben.
Niederlande lässt Japan hinter sich
Das dritte Gruppenspiel konnte die Niederlande mit einem ungefährdeten 3:1-Sieg gegen das bereits ausgeschiedene Tunesien erfolgreich gestalten. Ein Eigentor von Skhiri (3.) sowie der Treffer von Brobbey (7.) sorgten für den Traumstart. Tunesien kam zwar im zweiten Durchgang durch Mastouri (54,) überraschend zum Anschlusstreffer. Für die Vorentscheidung sorgte dann van Hecke (62.), der so auch den Gruppensieg in Gruppe F vor Japan sicherte. Im Sechzehntelfinale geht man zwar Brasilien aus dem Weg. Mit Marokko wartet dennoch ein unangenehmes Los, zumal die Nordafrikaner vor allem im Spitzenspiel gegen Brasilien (1:1) ihre Qualitäten unter Beweis gestellt haben.
Das Parallelspiel zwischen Japan und Schweden endete hingegen mit einem 1:1-Unentschieden. Vor der Partie stand bereits fest, dass beide Nationen bei einem Remis in das Sechzehntelfinale einziehen können. Entsprechend zäh und taktisch geprägt gestaltete sich die Partie auch. Maeda (56.) brachte Japan in Führung, ehe nur wenige Minuten später Elanga (62.) für die Schweden ausgleichen konnte. Während der Gegner der Schweden im Sechzehntelfinale noch nicht feststeht, bekommen die Japaner am kommenden Montag (19.00 Uhr MEZ) mit Brasilien einen harten Brocken.
Türken verabschieden sich würdevoll
Mit großen Hoffnungen war die Türkei nach 24-jähriger WM-Abstinenz angereist. Vor dem letzten Gruppenspiel stand jedoch bereits das Aus als Tabellenletzter fest. Die Montella-Truppe bewies jedoch Moral und rang Gastgeber USA mit einem Last-Minute-Sieg nieder. Trusty (3.) brachte die Amerikaner früh in Führung. Der türkische Top-Star Güler glich allerdings schnell aus (10.). Vor der Pause brachte Gala-Profi Yilmaz die "Milli Takim" bei diesem Turnier erstmals in Front (31.). Kurz nach Wiederbeginn in Hälfte zwei glich dann Berhalter aus (49.). Die Türken gaben sich allerdings nicht auf und kamen mit dem Lucky Punch von Ex-Bundesliga-Profi Ayhan quasi in der letzten Minute noch zum Ausgleich (90.+8). Mit dem Siegtreffer schafften die Halbmondsterne zumindest einen versöhnlichen Abschied. Für die USA geht es am kommenden Donnerstag (2.00 Uhr MEZ) im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina weiter.
Das Parallelspiel zwischen Australien und Paraguay endete torlos. Ein ereignisarmer Auftritt bescherte den Australiern als Tabellenzweiter nach 2006 und 2022 zum dritten Mal den Einzug in die K.o-Phase. Mit vier Punkten auf dem Konto darf auch Paraguay noch Hoffnungen auf das Weiterkommen hoffen. In beiden Fällen stehen die Gegner noch nicht fest. Sollte Paraguay den Einzug als einer der acht besten Gruppendritten schaffen, so könnte der Gegner höchstwahrscheinlich Deutschland heißen.
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