Bei den VALORANT Masters London geht es für FUT Esports bereits um alles. Nach der knappen Niederlage gegen EDward Gaming steht das türkische Team im Lower Bracket unter Druck und darf sich keinen weiteren Ausrutscher erlauben. Gegner ist ausgerechnet G2 Esports, einer der großen Namen der internationalen VALORANT-Szene. Das Turnier in London ist das zweite große internationale Masters-Event der laufenden VCT-Saison. Gespielt wird in der Copper Box Arena, insgesamt kämpfen zwölf Teams aus den Regionen EMEA, Americas, Pacific und China um den Titel, wichtige VCT-Punkte und ein Preisgeld von einer Million US-Dollar.
Für EMEA ist Masters London bislang ein Turnier mit gemischten Gefühlen. Team Heretics, Team Vitality und FUT Esports hatten sich aus der europäischen, türkischen und nahöstlichen Region qualifiziert. Heretics war als EMEA-Sieger direkt in die Playoffs eingezogen, Vitality und FUT mussten zuvor durch die Swiss Stage.
FUT rutscht ins Lower Bracket
FUT hatte sich über die Swiss Stage in die Playoffs gespielt, musste dort aber direkt einen Rückschlag hinnehmen. Gegen EDward Gaming unterlag das Team mit 1:2 und rutschte dadurch ins Lower Bracket ab. Damit ist die Ausgangslage klar: Eine weitere Niederlage würde das Aus bei Masters London bedeuten. Besonders im Fokus steht dabei erneut Efe „s0pp“ Tur. Der junge Spieler gehört zu den auffälligsten Talenten im FUT-Kader und hatte bereits in der Swiss Stage gezeigt, dass er auf internationaler Bühne mithalten kann. Gegen G2 wird FUT allerdings eine deutlich stabilere Leistung über die gesamte Serie brauchen, um im Turnier zu bleiben.
G2 hatte seinerseits zum Playoff-Auftakt überraschend gegen Xi Lai Gaming verloren. Auch der Vertreter aus der Americas-Region steht damit früher als erwartet unter Druck. Für FUT ergibt sich dadurch eine gefährliche, aber auch reizvolle Ausgangslage: Beide Teams stehen mit dem Rücken zur Wand.
Vitality hält EMEA-Hoffnungen am Leben
Während FUT und Heretics im Lower Bracket ums Überleben kämpfen, hat Team Vitality die EMEA-Fahne zunächst hochgehalten. Im direkten Duell mit Heretics setzte sich Vitality klar mit 2:0 durch und revanchierte sich damit für die Niederlage im Finale der VCT EMEA Stage 1. Dort hatte Heretics noch knapp die Oberhand behalten. In London präsentierte sich Vitality jedoch deutlich stabiler. Das Team kontrollierte die Serie gegen Heretics über weite Strecken und zog ins Upper Bracket weiter. Dort wartet mit Paper Rex nun einer der gefährlichsten Gegner des Turniers. Für Heretics ist die Lage dagegen komplizierter geworden. Der EMEA-Champion muss nach der Niederlage gegen Vitality ebenfalls im Lower Bracket weitermachen und trifft dort auf Leviatán. Damit könnten schon früh zwei der drei EMEA-Vertreter aus dem Turnier ausscheiden.
London wird zum Stresstest für EMEA
Gerade deshalb ist Masters London für die Region besonders spannend. EMEA stellt mit Heretics, Vitality und FUT drei namhafte Teams, doch der internationale Vergleich ist eng. China, Pacific und Americas haben bereits gezeigt, dass sie den europäischen Vertretern jederzeit gefährlich werden können. Für FUT geht es nun nicht nur um das eigene Weiterkommen, sondern auch um ein wichtiges Signal für die Region. Ein Sieg gegen G2 würde das Team im Turnier halten und zugleich zeigen, dass der starke Lauf durch die Swiss Stage kein Zufall war.
Die Ausgangslage ist klar: Vitality darf weiter vom Titel träumen, Heretics und FUT kämpfen um ihr Turnierleben. Für EMEA könnte der Sonntag bei Masters London deshalb richtungsweisend werden.
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