Hull City, de Verein des türkischen Filmproduzenten und Investors Acun Ilıcalı ist nach einem knappen 1:0-Erfolg im Finale der Championship-Play-Offs gegen den FC Middlesbrough in die Premier League aufgestiegen. Der Aufstieg ist allein schon durch die enormen TV-Gelder in der höchsten englischen Spielklasse mindestens 230 Millionen Euro wert.
Im Jahre 2022 hatte der türkische Filmproduzent, Moderator, Unternehmer und Investor Acun Ilıcalı mit seiner Firma ACUNMEDYA den englischen Fußballverein Hull City vom britisch-ägyptischen Unternehmer Assem Allam erworben. Der Kaufpreis lag damals angeblich bei "lediglich" 30 Millionen Pfund, was bereits damals als deutlich unter Marktwert galt. Nun dürfte sich Ilıcalıs Investment aber mehr als ausgezeichnet haben, da die "Tigers" nach einer emotionalen Saison in der englischen Championship zwar erst gerade so die Play-Offs erreichten, diese aber völlig überraschend auch gewannen, wodurch man nun mit riesigen Einnahmen allein aus den TV-Geldern rechnen kann. Viele Beobachter fragen sich nun, ob Acun Ilıcalı Hull City jetzt mit einem riesigen Gewinn verkaufen wird.
Tor in der Nachspielzeit beschert Hull City den Aufstieg
Es hatte bis zur fünften Minute der Nachspielzeit gedauert, bis Oli McBurnie das goldene 1:0 erzielte, das für Hull City den Sieg über den FC Middlesbrough im Finale der Championship-Play-Offs und damit den Aufstieg in die englische Premier League bedeutete. Auch wenn sich McBurnie verständlicherweise wie ein Held feiern ließ, muss man festhalten, dass Middlesbrough-Keeper Sol Brynn durch seinen Patzer beim letztlichen Aufstieg Hull Citys ebenfalls seine Finger mit im Spiel hatte. Hull-Eigentümer Acun Ilıcalı dürfte dies aber wohl völlig egal sein, denn egal wie der Sieg zustande kam, man hat den Aufstieg in die finanzstärkste Liga der Welt damit tatsächlich geschafft.
Letztes Jahr fast abgestiegen, nun über die Play-Offs hoch
Im Mai 2017 war Hull City aus der Premier League in die zweite englische Liga abgestiegen und hatte dort eine enttäuschende Saison nach der anderen zu ertragen. Zwischenzeitlich war man sogar in die dritte Liga abgestiegen. Unter dem neuen Eigentümer Acun Ilıcalı sollte es dann besser werden. Nach einem enttäuschenden 15. Platz in der ersten vollen Saison unter dem Türken, war man 2024 knapp an den Play-Offs gescheitert, nur um ein Jahr später um ein Haar erneut in die dritte Liga abzusteigen. Umso erstaunlicher war es daher, dass die "Tigers" sich dann mit Platz sechs und zwei Punkte vor Reynolds-Klub Wrexham noch den letzten Platz in den Play-Offs sichern konnte, wo man im Halbfinale zunächst den Favoriten Millwall schlug, um im Finale dann auch Middlesbrough niederzuringen.
Acun Ilıcalıs Vermögen dürfte sich bei Verkauf vervielfachen
Nachdem der vorherige Hull-City-Eigentümer Assem Allam dort primär verbrannte Erde und die Missgunst der Fans hinterlassen hatte, stand man Acun Ilıcalı dort zunächst ebenfalls sehr kritisch gegenüber. Durch den Aufstieg nach neun Jahren in der zweiten, bzw. sogar dritten Liga in die Premier League dürfte dessen Standing bei den Fans nun ein deutlich besseres sein als das seines Vorgängers. Ob der 56-Jährige den Verein auch weiterhin halten wird, ist unklar, da der Aufstieg alleine dem Klub so viel Geld an TV-Einnahmen einbringen wird, dass der Marktwert Hull Citys durch die Decke gehen und neue potenzielle Käufer anziehen dürfte. Sollte Ilıcalı den Klub nun wirklich verkaufen, dürfte sich sein eigenes Vermögen, das sich gegenwärtig laut "The League Paper" auf 100 bis 200 Millionen Euro beläuft, vervielfachen.
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