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Bungie droht Entlassungswelle: Destiny-Zukunft völlig offen

Bei Bungie stehen offenbar schwere Wochen bevor. Nachdem das Studio bestätigt hat, die Live-Service-Inhalte für Destiny 2 im Juni zu beenden, sollen nun auch größere Entlassungen geplant sein. Gleichzeitig gibt es offenbar noch kein grünes Licht für Destiny 3.

Nach einem Bericht von Bloomberg will sich Bungie in der näheren Zukunft vor allem auf den Extraction-Shooter Marathon konzentrieren. Teile des Destiny-2-Teams sollen bereits auf das neue Projekt gewechselt sein. Für viele andere Entwickler könnte die Zukunft dagegen ungewiss werden.

Kein neues Destiny-Projekt in Produktion

Besonders brisant ist die aktuelle Lage, weil Bungie laut dem Bericht derzeit kein neues Projekt für das Destiny-2-Team in der Hinterhand hat. Eine direkte Produktion von Destiny 3 soll demnach aktuell nicht geplant sein. Zwar sollen Mitarbeiter intern neue Projekte vorschlagen wollen, darunter auch Ideen rund um die Destiny-Marke, genehmigt ist bislang aber offenbar nichts. Damit steht eine der bekanntesten Live-Service-Reihen der Branche vor einer unklaren Zukunft. Destiny 2 war über Jahre hinweg eines der wichtigsten Spiele von Bungie, kämpfte zuletzt aber mit sinkenden Spielerzahlen und einer enttäuschenden Erweiterung.

Letztes Update erscheint im Juni

Bungie hatte am Donnerstag bestätigt, dass am 9. Juni das letzte Live-Service-Content-Update für Destiny 2 erscheinen soll. Dieses soll laut Studio eine Art Abschiedsgeschenk an die Community werden und mehrere häufig gewünschte Inhalte zurückbringen. Geplant sind unter anderem die Rückkehr des Directors, weitere Modi sowie kleinere erzählerische Momente, die Figuren und Story an interessante Punkte führen sollen. Für viele Fans dürfte das Update dennoch vor allem das Ende einer Ära markieren.

Fokus auf Marathon

Künftig soll der Fokus bei Bungie offenbar auf Marathon liegen. Der Extraction-Shooter ist das nächste große Projekt des Studios und steht damit nun besonders im Mittelpunkt. Für Sony ist die Lage allerdings heikel: Der Konzern hatte Bungie 2022 für 3,6 Milliarden US-Dollar übernommen und zuletzt bereits eine Wertminderung in Höhe von 765 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit Bungie-Vermögenswerten gemeldet. Wie erfolgreich Marathon seit seiner Veröffentlichung tatsächlich läuft, hat Sony bislang nicht öffentlich gemacht. Klar ist aber: Für Bungie steht nach dem Ende von Destiny 2 ein massiver Umbruch bevor – und für viele Mitarbeiter offenbar erneut die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz.

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