Arda Turan war für den vakanten Posten des türkischen Nationaltrainers nicht zu bekommen, nun rückt Sergen Yalçın in den Fokus. Medienberichten zufolge soll dem ehemaligen Beşiktaş-Trainer sogar schon ein erstes Angebot offeriert worden sein.
Geht nun alles ganz schnell? Wie "A Spor" am Montagmittag mit Verweis auf verbandsnahe Quellen berichtet, hat der türkische Fußballverband (TFF) Sergen Yalçın das Amt des Nationaltrainers angeboten. Über eine finale Entscheidung soll schon bei einer nächsten Vorstandssitzung des Verbandes am morgigen Dienstag entschieden werden. Unklar bleibt in dem Bericht aber, ob Yalçın überhaupt Interesse am Türkei-Job hat. Der 53-Jährige war bis zum Ende der vergangenen Saison in einer zweiten Amtszeit bei Beşiktaş angestellt, verließ die "Schwarzen Adler" dann aber im Einvernehmen.
Klar ist: Yalçın ist nur der Plan B. Der türkische Fußballverband beendete nach der vergangenen Misere in der Nations League die Zusammenarbeit mit Vincenzo Montella in der festen Annahme, Arda Turan als Nachfolger gewinnen zu können. Der ehemalige Mittelfeldspieler sagte nach reifer Überlegung aber ab, führt stattdessen seinen Job bei Champions-League-Klub Shaktar Donezk weiter. Seitdem sucht der TFF nach einer Alternative. Einig ist man sich im Verband, dass es nach dem Italiener Montella ein Türke sein soll – zuletzt rankten sich Gerüchte um Abdullah Avci, nun soll es Sergen Yalcin werden.
Şenol Güneş empfiehlt Landsmann als Trainer
Und auch Ex-Nationaltrainer Şenol Güneş, der die Halbmondsterne in zwei Amtszeiten (2000-2004/2019-2021) betreute, ist der Meinung, dass der kommende Nationaltrainer aus dem eigenen Land kommen sollte. "Wir sollten in der Lage sein, unsere eigenen Trainer auszubilden und zu finden, insbesondere für die Nationalmannschaften", erklärte der inzwischen 74-Jährige im Rahmen einer Veranstaltung der Stadtverwaltung Trabzon: "Und wir haben viele junge Leute in der Türkei, und sie sind alle fähig dazu." Fragt sich nur, ob Yalçın nun zu jenen jungen, neuen Trainern oder doch zur alten Garde gehört.
