Am 4. Spieltag der EuroLeague mussten alle drei türkischen Vertreter auswärts ran. Während Beşiktaş in Vitoria-Gasteiz den nächsten Sieg auf fremdem Parkett einfuhr, waren Fenerbahçe und Anadolu Efes gegen die beiden wohl am besten besetzten Teams der Liga unter dem Strich chancenlos. Das LIGABlatt fasst die Partien für euch zusammen.
Panathinaikos Athen x Fenerbahçe 92:74 (46:41)
Die Begegnungen zwischen Panathinaikos und Fenerbahçe prägen seit Jahren eine der intensivsten Rivalitäten der EuroLeague. Am Donnerstag brachte die nächste Ausgabe des oft so heißblütigen griechisch-türkischen Duells allerdings nicht ganz die erhoffte Spannung, denn nach einer noch relativ ausgeglichenen ersten Halbzeit überrannten die Athener die Gäste vom Bosporus im zweiten Durchgang regelrecht. Die "Kanarienvögel" kamen mit der Physis der Gastgeber überhaupt nicht zurecht, bei denen insbesondere Center Mathias Lessort mit 19 Punkten, acht Rebounds und überragender Defensive zum X-Faktor avancierte. So fuhren die Griechen um Ex-Fener-Trainer Željko Obradović und Forward Nigel Hayes-Davis, der die Gelb-Marineblauen 2025 als Final Four MVP zum EuroLeague-Titel führte, auch im vierten Spiel den nächsten Sieg ein. Die Türken hingegen gingen auf europäischer Ebene erstmals in dieser Saison als Verlierer vom Court.
NOT IN HIS HOUSE!
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— EuroLeague (@EuroLeague) October 8, 2026
Olympiakos Piräus x Anadolu Efes 89:66 (35:31)
"Wir müssen verstehen, dass Mike James nicht zurückkommen wird", gab ein sichtlich frustrierter Efes-Head-Coach Pablo Laso nach der deutlichen Pleite seiner Mannschaft bei Olympiakos zu Protokoll. Das Bewusstsein, dass der beste Scorer der EuroLeague-Geschichte und etatmäßige Leader des zweifachen Champions aufgrund seiner schweren Verletzung in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird, scheint noch nicht bei allen Efes-Profis durchgedrungen zu sein. Zumindest ließe es sich so erklären, dass Laso bislang vergeblich nach neuen Anführern sucht. Der nachverpflichtete James-Vertreter Cameron Payne probierte es bei seinem Debüt zwar und erzielte starke 12 Punkte in nur 14 Minuten Einsatzzeit, doch die benötigte Struktur in der Offensive konnte der ehemalige NBA-Akteur den Türken (noch) nicht verleihen. So kam Efes in keinem der vier Viertel gegen Olympiakos auf mehr als 18 Punkte und musste dabei zusehen, wie der Titelverteidiger beim ersten Spiel in der Ersatz-Heimhalle problemlos gewann, ohne sich am eigenen Leistungslimit zu bewegen.
The debut in blue…
Who’s excited to see him back on court? https://t.co/s9wVsOVxvR
— EuroLeague (@EuroLeague) October 9, 2026
Baskonia Vitoria-Gasteiz x Beşiktaş 84:92 (51:49)
Als Scottie Wilbekin seine Top-Leistung 33 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem weiteren erfolgreichen Dreier aus der Ecke zum 92:84-Endstand krönte, war endgültig klar, dass die "Schwarzen Adler" ihren zweiten Erfolg nach 13-jähriger EuroLeague-Abwesenheit einfahren würden. Wie schon gegen Maccabi Tel Aviv gewann BJK erneut in fremder Halle, während man in den beiden bisherigen Heimspielen gegen Valencia Basket und den FC Barcelona jeweils den Kürzeren zog. Neben hohen Wurfquoten verdiente sich der türkische Meister den Auswärtssieg mit einer enorm verbesserten Defensive, die Baskonia in der zweiten Halbzeit nur noch 33 Punkte gewährte, nachdem die Spanier im ersten Durchgang noch 51 Zähler erzielen konnten. Dabei spielte unter anderem Wenyen Gabriel (14 Punkte, 7/9 Feldwurfquote) eine tragende Rolle – der Center war enorm aktiv und setzte an beiden Enden des Parketts wichtige Akzente. In Kombination mit Wilbekin (24 Punkte), Devon Dotson (14 Punkte, sechs Assists, fünf Rebounds) und Jaylen Nowell (12 Punkte, fünf Rebounds) fehlten Baskonia am Ende trotz sage und schreibe 42 zugesprochenen Freiwürfen die Antworten.
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Foto: X / EuroLeague
