ISTANBUL, TURKEY - SEPTEMBER 13: Rafael Leao of Galatasaray during the Turkish Super League 2026/27 match between Galatasaray SK and Kocaelispor at Rams Park Stadium on September 13, 2026 in Istanbul, Turkey. (Photo by Ahmad Mora/Getty Images)

Galatasarays Millionen-Sorgen: Leão bleibt noch vieles schuldig

Die Zahlen sprechen Bände

Bei Galatasaray wächst nach der deutlichen 1:4-Niederlage gegen den FC Barcelona die Kritik an Rafael Leão. Der portugiesische Offensivspieler war erst im vergangenen Sommer für 38 Millionen Euro von der AC Mailand verpflichtet worden, konnte die hohen Erwartungen bislang jedoch kaum erfüllen. Obwohl der 27-Jährige gegen Barcelona den einzigen Treffer der Gelb-Roten vorbereitete, sorgten seine Leistungsdaten anschließend für Ernüchterung.

Wie die türkische Zeitung Sabah berichtet, offenbarte Leão insbesondere im Offensivspiel und bei der Defensivarbeit deutliche Schwächen. Der Portugiese stand gegen Barcelona über die gesamten 90 Spielminuten auf dem Platz, konnte dem Spiel abgesehen von seiner Torvorlage allerdings nur selten seinen Stempel aufdrücken.

18 Ballverluste und schwache Passquote gegen Barcelona

Besonders auffällig waren die statistischen Werte des Flügelspielers. Leão verlor gegen den spanischen Meister insgesamt 18-mal den Ball und brachte lediglich 59 Prozent seiner Pässe erfolgreich zum Mitspieler. Auch im direkten Duell mit seinen Gegenspielern blieb der Portugiese weitgehend wirkungslos. Dem Bericht zufolge gelang Leão während der Partie lediglich ein erfolgreiches Dribbling. Hinzu kam nur eine präzise Flanke. Für einen Spieler, der eigentlich durch seine Geschwindigkeit, Technik und Durchschlagskraft überzeugen soll, fällt diese Bilanz ernüchternd aus. Kritisiert wurde außerdem sein Verhalten gegen den Ball. Leão habe sich kaum am Pressing beteiligt und seine Mitspieler bei der Defensivarbeit nur unzureichend unterstützt. Gerade gegen eine spielstarke Mannschaft wie Barcelona fielen diese Defizite besonders ins Gewicht.

Dabei war Leão mit großen Erwartungen nach Istanbul gewechselt. Neben der Ablösesumme von 38 Millionen Euro sicherte sich Milan bei dem Transfer auch eine Beteiligung von 20 Prozent an einem möglichen Weiterverkauf. Galatasaray investierte damit erheblich in den portugiesischen Nationalspieler, der die Offensive auf ein neues Niveau heben sollte.

Auch in der Süper Lig wartet Leão auf Durchbruch

Die Probleme beschränken sich allerdings nicht nur auf die Champions League. Auch in der türkischen Süper Lig konnte Leão bislang nicht nachhaltig überzeugen. Nach vier Ligaeinsätzen und insgesamt 265 Spielminuten wartet der 27-Jährige weiterhin auf seinen ersten Treffer und seine erste Torvorlage. Stattdessen stehen für den Offensivspieler bereits zwei Gelbe Karten zu Buche. Die erhoffte Verstärkung für die Offensive ist Leão damit bislang nur bedingt. Zwar zeigte er gegen Barcelona mit seiner Vorlage, dass er jederzeit für gefährliche Aktionen sorgen kann, über einen längeren Zeitraum konnte er seine Qualitäten jedoch noch nicht konstant abrufen.

Für Trainer Okan Buruk dürfte die Entwicklung seines prominenten Neuzugangs zunehmend zum Thema werden. Galatasaray hatte im Sommer erhebliche Summen investiert, um insbesondere auf internationaler Bühne konkurrenzfähiger zu werden. Nach den Niederlagen gegen Sporting und Barcelona stehen die Gelb-Roten in der Champions League jedoch weiterhin ohne Punkt da. Leão muss sich nach seinen durchwachsenen Auftritten deshalb steigern, wenn er den Erwartungen an einen der teuersten Transfers der Vereinsgeschichte gerecht werden will. Die Zahlen aus dem Barcelona-Spiel verdeutlichen jedenfalls, dass der Portugiese seine Qualitäten bislang noch nicht ausreichend auf den Platz bringen konnte.

Foto: Ahmad Mora/Getty Images