Der Transfer vom Schalker Yevhen Konoplyanka zu Beşiktaş sollte eigentlich schon zu Beginn dieser Woche abgeschlossen werden. Doch Deal hakt weiter. Offenbar, weil Schalke plötzlich andere Forderungen habe. Sollte der Transfer in den nächsten Tagen nicht über die Bühne gehen, wird Beşiktaş als Alternative Mohamed Elyounoussi vom FC Southampton ausleihen.

Lange bemühten sich die Beşiktaş-Verantwortlichen um eine Weiterverpflichtung des bis Sommer ausgeliehenen Shinji Kagawa. Letztendlich bevorzugte der Japaner nun aber einen Wechsel nach Spanien. Dass der Fanliebling der vergangenen Rückrunde nachhaltig absagte, ist nicht nur für die Anhängerschaft enttäuschend, sondern auch für Trainer Abdullah Avci problematisch. Zum Saisonstart droht ein Engpass im offensiven Mittelfeld, da mit Jeremain Lens und Ricardo Quaresma zwei Top-Stars rotgesperrt fehlen und Güven Yalçın wohl für den verletzten Burak Yılmaz stürmen muss. Die Verpflichtung von Yevhen Konoplyanka, den Beşiktaş seit einigen Wochen als favorisierte Lösung auserkoren hat, genießt daher höchste Priorität – und droht nun doch zu platzen.

Ursprüngliche Einigung bei vier Millionen Euro Ablöse

Übereinstimmenden Medien zufolge haben sich Schalke und Beşiktaş bereits über eine Ablösesumme von rund vier Millionen Euro geeinigt. Für die Schalker, die einst 12,5 Millionen Euro für den Ukrainer an Sevilla überwiesen haben, ein dickes Verlustgeschäft – zu dem sie aber bereit gewesen seien. Nun sollen sich die Forderungen seitens der „Königsblauen“ geändert haben, die plötzlich mehr Geld wollen, was wiederum Beşiktaş-Präsident Fikret Orman auf die Palme bringt. Auch die ungleichen Vorstellungen der Ratenzahlung (Beşiktaş will in sieben, Schalke in maximal vier Raten, bezahlen). Orman soll den Schalkern demnach mitgeteilt haben, dass die gebotene Summe bis Ende dieser Woche gilt. Danach würde Beşiktaş sich im Falle keiner Einigung vom Deal entfernen. Als Alternative soll bereits eine Leihe von Southamptons Mohamed Elyounoussi gegen eine Gebühr von circa 500.000 Euro beschlossene Sache sein.

Foto: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images