Die Suche nach einem neuen Trainer bei Beşiktaş läuft auf Hochtouren. Wie BJK-Boss Serdar Adalı in einem Pressestatement bekannt gab, soll der neue Chefcoach zeitnah vorgestellt werden. Bei Ex-Trainer Sergen Yalçın wolle man sich indes nochmal gesondert bedanken – auch, weil er auf eine Abfindung verzichtete.
Sergen Yalcin ist Geschichte bei Besiktas. Der 53-Jährige trat am Montagnachmittag von seinem Traineramt zurück und verzichtete damit auch auf eine Menge Geld. Wie "TRT Spor" berichtet, hätten Yalçın bei noch einem Jahr Restvertragslaufzeit rund 130 Millionen türkische Lira (ca. 2,5 Millionen Euro) zugestanden. Weil die Trennung aber einvernehmlich verlief, Yalçın zudem aktiv um eine Vertragsauflösung bat, entfällt eine Abfindung, wie auch Beşiktaş-Boss Serdar Adalı im Anschluss gegenüber der Presse bestätigte. Außerdem erhalte Yalçın auch kein Juni-Gehalt mehr, obwohl die Saison pro forma erst am 30. Juni endet.
In einem bemerkenswert offenen Statement äußerte sich Adalı zudem zum konkreten Hergang des Krisengesprächs am Montag: "Mittags trafen wir uns mit Sergen. Der Plan war die vergangene Saison und die Planung des nächsten Jahres zu besprechen", erklärte das Vereinsoberhaupt. Nach einer sportlich mangelhaften Spielzeit sei die heftige Reaktion der Fans absehbar gewesen, was den Trainer letztlich am härtesten getroffen habe. Im Verlauf des vertraulichen Gesprächs sei dann deutlich geworden, dass sich der Coach diesen extremen Reaktionen mental nicht mehr stellen wollte, weshalb man sich einvernehmlich trennte.
Rückkehr von Şenol Güneş kein Thema
Die Vereinsführung übernehme nun die Suche nach einem Nachfolger für Yalçın. Konkrete Kandidaten für das Traineramt nannte Adalı noch nicht, – unter anderem wird in der türkischen Presse über Dino Toppmöller, Oliver Glasner und Nuri Şahin spekuliert – einen Namen schloss das Vereinsoberhaupt der "Schwarzen Adler" aber aus: Şenol Güneş. Auf die Nachfrage eines Reporters, ob der inzwischen 73-Jährige in den Planungen eine Rolle spielte, winkte Adalı ab: "Ich mag Şenol Güneş sehr, aber ich glaube nicht, dass es funktioniert und denke auch nicht darüber nach, mit ihm zusammenzuarbeiten.
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