ISTANBUL, TURKEY - AUGUST 2: Leroy Sane of Galatasaray looks on during the during the pre-season friendly match between Galatasaray SK and Rennes at Rams Park Stadium on August 2, 2026 in Istanbul, Turkey. (Photo by Ahmad Mora/Getty Images)

Okan Buruks Geduld mit Leroy Sané und Ilkay Gündoğan am Ende

Star-Spieler sollen Galatasaray im Winter verlassen

Laut türkischen Medien sei bei Galatasaray vereinsintern die Entscheidung über die Zukunft von Leroy Sané und Ilkay Gündoğan gefallen. Demnach wolle die Vereinsführung Gehälter einsparen und warte dementsprechend nur noch auf die Zustimmung von Cheftrainer Okan Buruk, der vor allem bezüglich Leroy Sanés am Ende seiner Geduld angelangt sei. 

Seit Wochen wird nun schon vermehrt über die schwache Form der (ehemaligen) deutschen Nationalspieler Leory Sané und Ilkay Gündoğan gesprochen. Während Gündoğan in letzter Zeit vor allem als Bankwärmer diente – ein Umstand, den der einstige DFB-Kapitän selbst öffentlich kritisierte – wenn er aber spielte, ordentliche Leistungen zeigte, ist die Sachlage bei Sané anders: So wird der Flügelstürmer zwar regelmäßig eingesetzt, bleibt aber deutlich hinter den hohen Erwartungen zurück und rechtfertigt nach Einschätzung der Vereinsführung sein hohes Gehalt nicht. Auch Cheftrainer Okan Buruk soll es aufgegeben haben, den 30-Jährigen zu verteidigen, weshalb nun angeblich bei den beiden Deutschen ein Abgang im Winter anstehen soll.

Galatasaray will sich von Leroy Sané, Ilkay Gündoğan und Kaan Ayhan trennen 

Einem Bericht der "Türkiye Gazetesi" zufolge plant die Galatasaray-Führung im anstehenden Wintertransferfenster den Abgang von gleich drei ehemaligen Bundesliga-Stars. So sollen Leroy Sané, Ilkay Gündoğan sowie auch Kaan Ayhan die Koffer packen und den Verein verlassen. So sei man mit dem sportlichen Mehrwert, den die drei Kicker bieten, nicht zufrieden und gerade angesichts der teils enormen Gehälter sei man zum Schluss gekommen, dass eine Trennung im besten Sinne des Vereins wäre. Nun warte man nur noch auf eine finale Einschätzung von Coach Okan Buruk. Dieser galt bis zuletzt als einer der wenigen verbliebenen Fürsprecher Leroy Sanés, doch sei der 53-Jährige, der am heutigen Montag seinen Geburtstag feiert – das LIGABlatt gratuliert recht herzlich – mit seiner Geduld nun ebenfalls am Ende und beklage neben den schwachen Leistungen des einstigen Bayern-Profis vor allem auch dessen Art. Zuletzt war bereits zu vernehmen gewesen, dass Sané die Kaderstreichung drohe.

Sanés schwache Leistungen und sein Auftreten sorgen für Kritik 

Wie es heißt, soll Leroy Sané durch seine "lustlose und unnahbare" Art für Unruhe im Galatasaray-Kader sorgen. Würden die Leistungen des 80-maligen deutschen Nationalspielers stimmen, wäre dies etwas, über das man hinweg sehen könne, jedoch steht Sané nach bislang zehn Pflichtspieleinsätzen in der laufenden Saison noch immer ohne Tor und ohne Vorlage da. Gepaart mit der im deutschen Raum schon seit vielen Jahren immer wieder kritisierten lustlos wirkenden Körpersprache Sanés, führt dies nun zunehmend zu Frust unter den Galatasaray-Fans, die sich bei der Verpflichtung des Edeltechnikers wesentlich mehr erhofft hatten. Sieben Treffer und neun Assists in 53 Einsätzen sind für die Unterstützer des türkischen Rekordmeisters einfach zu wenig.

Galatasaray will knapp 20 Millionen Euro an Gehältern einsparen 

Neben der Frage nach dem sportlichen Mehrwert geht es in der Abgangsdiskussion vor allem auch um die wirtschaftlichen Interessen des Vereins. So soll Leroy Sané pro Saison garantiert um die 12 Millionen Euro verdienen, während Ilkay Gündoğan immerhin noch fünf Millionen Euro pro Jahr kassieren soll. Das Gehalt von Kaan Ayhan liegt bei etwa 2,5 Millionen Euro zwar noch deutlich unter dem der Stars, jedoch habe Okan Buruk für 74-maligen türkischen Nationalspieler sportlich keine Verwendung mehr. Anders als bei Sané, wo der Frust über dessen Leistungen groß sei, anders als bei Ilkay Gündoğan, wo vor allem die Vorstellung über den gegenwärtigen Spielstil Galatasarays weit auseinandergehen sollen, hege Okan Buruk gegenüber Kaan Ayhan hingegen keinen Groll. Durch die möglichen Abgänge von Leroy Sané, Ilkay Gündoğan und Kaan Ayhan im Winter erhoffe man sich bei Galatasaray allein 19,5 Millionen Euro plus mögliche pro Jahr an Gehältern zu sparen.

Gündoğan und Ayhan dürfen ablösefrei gehen – bei Sané hofft man auf Einnahmen 

Während man bei Ilkay Gündoğan und Kaan Ayhan gewillt sei, die beiden Mittelfeldspieler gegebenenfalls auch ablösefrei ziehen zu lassen, soll die Sachlage bei Leroy Sané noch etwas anders aussehen. Da der Angreifer in Istanbul noch über einen bis zum Sommer 2028 gültigen Vertrag verfügt und sein Marktwert immerhin noch auf 15 Millionen Euro taxiert wird, erhoffen sich die Bosse angeblich, noch eine Ablösesumme im hohen einstelligen oder niedrigen zweistelligen Millionenbereich zu kassieren, um das Geld, das man bislang in den Spieler investiert hat, zumindest teilweise wieder reinzubekommen. Angeblich soll es tatsächlich Interesse aus Saudi-Arabien an Leroy Sané geben. Andernorts würden die hohen Gehaltsforderungen des Dribbelkünstlers wohl auch nicht erfüllt werden. Ob es aber zum Transfer kommt, bleibt bei Sané, wie auch bei Gündoğan und Ayhan, noch abzuwarten.

Foto: Ahmad Mora / Getty Images