SINSHEIM, GERMANY - OCTOBER 15: Michael Murillo of Besiktas JK celebrates scoring his team’s first goal during the UEFA Europa League 2026/27 League Phase MD2 match between TSG 1899 Hoffenheim and Besiktas JK at Rhein-Neckar-Arena on October 15, 2026 in Sinsheim, Germany. (Photo by Sona Maleterova/Getty Images)

3:2! Beşiktaş feiert nächsten Europa-League-Sieg – Oh sticht doppelt!

Beşiktaş hat am zweiten Spieltag der Europa League den zweiten Sieg gefeiert. Die Schwarz-Weißen gewannen bei der TSG Hoffenheim mit 3:2 und setzten damit ihren starken Start in den Wettbewerb nach dem 4:1 gegen Olympique Marseille fort.

Die Ausgangslage vor dem Duell hätte unterschiedlicher kaum sein können. Beşiktaş war mit einem 4:1 gegen Olympique Marseille erfolgreich in die Europa League gestartet und lag auch in der Süper Lig nach sieben Spieltagen nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Galatasaray auf Rang zwei. Hoffenheim hatte dagegen fünf seiner vergangenen sechs Pflichtspiele verloren und war auch international mit einem 0:2 bei OFI Kreta schlecht gestartet. Vincenzo Italiano veränderte seine Mannschaft nach dem 2:1 gegen Kocaelispor gleich auf sechs Positionen. Ouattara, Agbadou, Olaitan, Ndidi, Fakili und Oh rückten in die Startelf. Dusan Vlahovic fehlte aufgrund von Magen-Darm-Problemen, während Milot Rashica wegen einer Oberschenkelzerrung nicht zur Verfügung stand.

Pfosten rettet Beşiktaş früh

Hoffenheim erwischte den gefährlicheren Start und hatte bereits nach drei Spielminuten die große Chance auf die Führung. Nach einer Freistoßflanke von Wouter Burger gelangte der Ball über Andrej Kramarić zu Bernardo, dessen Hereingabe Koki Machida am Fünfmeterraum per Kopf an den rechten Pfosten setzte. Beşiktaş fand anschließend besser in die Partie und suchte immer wieder schnell den Weg in die Tiefe. Oh kam nach sieben Minuten erstmals gefährlich zum Abschluss, wurde jedoch im letzten Moment von Bernardo geblockt. Wenig später sorgte ein türkischer Konter für den nächsten Aufreger, als Oh nach leichtem Kontakt mit Ozan Kabak kurz vor dem Strafraum zu Boden ging. Der Schiedsrichter ließ jedoch zurecht weiterspielen. Auf der Gegenseite brachte sich Alexander Nübel beinahe selbst in Bedrängnis. Der Keeper kam bei einem langen Ball unnötig weit aus seinem Tor, sodass Adam Hložek aus spitzem Winkel direkt abschloss. Der Ball landete jedoch nur am Außennetz (20.).

Beşiktaş wird vor der Pause gefährlicher

Nach der lebhaften Anfangsphase beruhigte sich die Partie zunächst etwas. Hoffenheim kam durch Fisnik Asllani und Wouter Burger zu Abschlüssen aus der Distanz, wirklich gefährlich wurde es dabei jedoch nicht. Beşiktaş fand im weiteren Verlauf wieder besser ins Spiel. Leandro Trossard sorgte auf der linken Seite mehrfach für Unruhe und zog wiederholt in den Strafraum, seine Abschlüsse und Hereingaben wurden jedoch von der Hoffenheimer Defensive geblockt oder geklärt. Kurz vor der Pause bot sich den Gästen dann noch einmal eine gute Möglichkeit. Nach einem zu kurzen Pass von Bernardo kam Olaitan rechts im Strafraum an den Ball und spielte flach ins Zentrum. Kramarić fälschte die Hereingabe in Richtung des eigenen Tores ab, hatte jedoch Glück, dass der Ball nur parallel zur Linie am Kasten vorbeilief (45.+1). So ging es nach einem insgesamt ausgeglichenen ersten Durchgang torlos in die Kabinen.

Asllani antwortet auf Murillos Führung

Beşiktaş kam deutlich besser aus der Kabine und übernahm nach dem Seitenwechsel zunächst die Kontrolle. Die Gäste nutzten Hoffenheimer Ballverluste immer wieder für schnelle Angriffe und kamen durch Fakili und Leandro Trossard zu guten Möglichkeiten. Nach einer Stunde belohnte sich Beşiktaş für die starke Phase. Eine kurz ausgeführte Ecke landete über Trossard und Oh bei Michael Amir Murillo, der plötzlich frei vor dem Tor auftauchte und aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob (60.). Hoffenheim wirkte nach dem Rückstand zunächst verunsichert, fand jedoch schnell eine Antwort. Tim Lemperle bediente Fisnik Asllani zentral vor dem Strafraum. Der Angreifer ging selbst ins Dribbling und traf mit einem überlegten Flachschuss aus 14 Metern ins linke Eck zum 1:1 (68.). Der Ausgleich gab der TSG sichtbar neues Selbstvertrauen, während Beşiktaş den zuvor aufgebauten Druck zunächst nicht mehr aufrechterhalten konnte.

Oh schnürt Doppelpack – Machida sorgt noch einmal für Spannung

Der Hoffenheimer Ausgleich hatte der TSG zunächst neuen Schwung gegeben, doch nur wenige Spielminuten später schlug Beşiktaş erneut zu. Nach einem Einwurf am eigenen Strafraum schalteten die Gäste schnell um. Olaitan trieb den Ball über die linke Seite nach vorne und spielte mit dem Außenrist in den Lauf von Hyeon-Gyu Oh, der frei vor Oliver Baumann auftauchte und souverän zum 2:1 traf (72.). Hoffenheim suchte danach wieder den Weg nach vorne und kam durch Nathan De Cat zu einer guten Möglichkeit, wurde auf der Gegenseite jedoch erneut nach einem Ballverlust bestraft. Fakili machte über rechts Tempo und legte scharf vor das Tor, wo Oh aus kurzer Distanz zum 3:1 einschob und damit seinen Doppelpack perfekt machte (79.). Die TSG gab sich allerdings noch nicht geschlagen. In der 88. Spielminute brachte Vladimír Coufal eine Ecke in den Strafraum, Koki Machida stieg am höchsten und köpfte zum 2:3 ein. Hoffenheim warf in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne, Beşiktaş brachte den knappen Vorsprung jedoch über die Zeit.

Unter dem Strich verdiente sich Beşiktaş den Auswärtssieg vor allem mit einer starken Phase nach der Pause. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich schlugen die Schwarz-Weißen konsequent zurück und zogen durch den Doppelpack von Hyeon-Gyu Oh auf 3:1 davon. Hoffenheim kam durch Machidas späten Treffer noch einmal heran, die Mannschaft von Vincenzo Italiano brachte den Vorsprung jedoch über die Zeit. Damit bleibt Beşiktaş in der Europa League makellos und feiert nach dem 4:1 gegen Olympique Marseille den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Nach dem europäischen Erfolg wartet bereits am Montag die nächste schwere Aufgabe: In der Süper Lig geht es auswärts gegen Trabzonspor. Drei Tage später empfängt Beşiktaş in der Europa League Crystal Palace.

Foto: Sona Maleterova/Getty Images