EA Sports veröffentlicht EA Sports FC 27 am 25. September. Wer eine der höheren Editionen besitzt oder EA Play abonniert hat, kommt bereits ab dem 18. September ins Spiel. Für Ultimate Team beginnt der Umbruch allerdings deutlich früher.
Der Grund liegt im Markt. Ultimate Team hat eine eigene Ökonomie, in der Spielerkarten zwischen Nutzern gehandelt werden. Diese Ökonomie reagiert auf einen Generationswechsel jedes Jahr nach demselben Muster.
Der alte Markt verliert schon vor dem Release an Wert
In den Wochen vor einem neuen Teil sinkt die Nachfrage nach Karten aus der laufenden Ausgabe. Wer jetzt noch investiert, hat kaum Zeit, den Kader zu nutzen. Entsprechend fallen die Preise, und am stärksten trifft es teure Sonderkarten, die ohnehin vor allem für die Wettbewerbsmodi interessant waren.
Für Spieler heißt das zweierlei. Handelbare Karten, die nicht mehr gebraucht werden, verlieren mit jedem Tag an Wert. Belohnungskarten mit Untradeable-Status lassen sich ohnehin nicht verkaufen und bleiben in der alten Ausgabe zurück.
Coins bleiben in FC 26
Der wichtigste Punkt wird jedes Jahr übersehen: Coins werden nicht in den neuen Teil übertragen. Wer am 25. September in FC 27 startet, fängt bei null an, unabhängig davon, wie hoch das Guthaben in FC 26 war.
FC Points verhalten sich traditionell anders und lassen sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums mitnehmen. Wer noch Guthaben übrig hat, sollte deshalb vor dem Wechsel prüfen, was davon übertragbar ist und was verfällt.
Zum Start ist alles teuer
In den ersten Tagen einer neuen Ausgabe ist der Markt dünn. Es sind wenige Karten im Umlauf, und gleichzeitig wollen alle dasselbe: ein funktionierendes Team. Das treibt die Preise, besonders auf gefragten Positionen und bei Spielern mit ungewöhnlichen Werteprofilen.
Gleichzeitig hat in dieser Phase niemand nennenswerte Coins. Genau hier entscheidet sich, wer früh konkurrenzfähig ist und wer den ersten Wochen hinterherläuft. Ein Teil der Spieler überbrückt die Anfangsphase, indem er FC Coins bei externen Anbietern kauft, statt sie im Spiel zu erarbeiten.
Die Süper Lig ist gut vertreten
Für Anhänger des türkischen Fußballs ist die Ausgangslage besser als bei vielen anderen Ligen. Die Süper Lig ist in FC 26 vollständig lizenziert. Galatasaray, Fenerbahçe und Beşiktaş treten mit echten Wappen, Trikots und ihren eigenen Stadien an, inklusive vereinsspezifischer Torhymnen und Fangesänge.
In Ultimate Team ist das mehr als Kosmetik. Spieler aus derselben Liga oder demselben Verein verstärken sich über die Teamchemie gegenseitig. Und weil Süper-Lig-Karten deutlich günstiger sind als vergleichbare Namen aus der Premier League, lässt sich damit früh ein abgestimmtes Team bauen, ohne das gesamte Guthaben in zwei Einzelspieler zu stecken.
Was in den ersten Wochen hilft
Drei Punkte, die sich Jahr für Jahr wiederholen.
FC 26 rechtzeitig abwickeln. Handelbare Karten verkaufen, solange noch jemand kauft. Nach dem Release findet sich für die alte Ausgabe kaum noch ein Abnehmer.
Nicht sofort alles ausgeben. Nach den ersten Promo-Aktionen fallen die Preise spürbar, weil dann deutlich mehr Karten im Umlauf sind. Wer in Woche eins den teuersten Stürmer kauft, zahlt für dieselbe Karte oft ein Vielfaches dessen, was sie im Oktober kostet.
Chemie vor Gesamtstärke. Ein abgestimmtes Team aus einer Liga schlägt in den ersten Wochen regelmäßig eine teure Ansammlung von Einzelkönnern mit schlechter Verbindung.
Wie stark der Markt am Ende ausschlägt, hängt davon ab, wie EA die ersten Promos gestaltet. Fest steht nur, dass der 25. September einen Schlussstrich unter FC 26 zieht, und dass alles, was bis dahin nicht verkauft ist, dort auch bleibt.