Der 23. WM-Tag hatte gleich mehrere enge K.o.-Duelle zu bieten. Ägypten setzte sich nach einem 1:1 nach Verlängerung mit 4:2 im Elfmeterschießen gegen Australien durch und trifft nun auf Argentinien. Der Titelverteidiger musste gegen Kap Verde länger leiden als erwartet, erreichte nach einem 3:2 nach Verlängerung aber ebenfalls die nächste Runde. Kolumbien machte es gegen Ghana knapper, aber kontrollierter und zog durch ein 1:0 ins Achtelfinale ein.
Ägypten behält vom Punkt die Nerven
Ägypten steht im Achtelfinale. Gegen Australien setzte sich die Mannschaft nach einem zähen K.o.-Duell mit 4:2 im Elfmeterschießen durch. Nach 120 Spielminuten hatte es 1:1 gestanden. Emam Ashour brachte Ägypten bereits in der 13. Spielminute per Kopf in Führung. Australien tat sich lange schwer, kam nach dem Seitenwechsel aber zurück ins Spiel. Ein Eigentor von Mohamed Hany brachte die Socceroos zurück und sorgte dafür, dass die Partie in die Verlängerung ging. Dort fiel kein weiterer Treffer, sodass die Entscheidung vom Punkt fallen musste. Während Ägypten eiskalt blieb, vergaben Harry Souttar und Lucas Herrington ihre Versuche für Australien. Hossam Abdelmaguid verwandelte schließlich den entscheidenden Elfmeter und brachte Ägypten in die Runde der letzten 16. Für Australien endet das Turnier bitter, für Ägypten dagegen geht die Reise weiter. Besonders bemerkenswert: Mohamed Salah stand nach seiner Oberschenkelverletzung wieder in der Startelf und führte seine Mannschaft als Kapitän in den K.o.-Kampf.
Argentinien muss gegen Kap Verde leiden
Der große Favorit hat gewackelt, ist aber nicht gefallen. Argentinien setzte sich gegen Kap Verde mit 3:2 nach Verlängerung durch und verhinderte damit eine der größten Sensationen dieser WM. Lionel Messi brachte die Albiceleste in der 29. Spielminute in Führung. Nach einem langen Ball von Lisandro Martínez nahm Messi den Ball stark mit und vollendete zur argentinischen Führung. Kap Verde ließ sich davon jedoch nicht brechen. Deroy Duarte traf kurz vor der Stundenmarke zum 1:1 und zwang den Titelverteidiger damit in eine lange, unangenehme Prüfung. In der Verlängerung sah zunächst alles nach der Entscheidung aus. Lisandro Martínez hämmerte den Ball früh in der ersten Hälfte der Verlängerung zum 2:1 ins Netz. Doch Kap Verde kam erneut zurück: Sidny Lopes Cabral traf sehenswert zum 2:2 und brachte Argentinien noch einmal mächtig ins Wanken. Erst in der 111. Spielminute fiel die Entscheidung. Nach einer Ecke von Messi stieg Cristian Romero hoch, der Ball prallte von Diney Borges ins eigene Tor. Kap Verde hatte sogar danach noch eine Möglichkeit, doch Emiliano Martínez verhinderte den erneuten Ausgleich.
Für Argentinien geht es im Achtelfinale gegen Ägypten weiter. Kap Verde verabschiedet sich nach einem beeindruckenden Turnier mit der ersten Niederlage, aber auch mit einem Auftritt, der dem Titelverteidiger alles abverlangte.
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Arias schießt Kolumbien ins Achtelfinale
Kolumbien hat seine starke WM fortgesetzt. Gegen Ghana genügte der Mannschaft von Néstor Lorenzo ein früher Treffer zum 1:0-Erfolg. Damit bleibt Kolumbien im Turnier ungeschlagen und trifft im Achtelfinale auf die Schweiz. Der entscheidende Moment fiel bereits in der 14. Spielminute. Jhon Arias verwertete eine präzise Hereingabe von Luis Suárez und brachte Kolumbien in Führung. Suárez war nur wenige Minuten zuvor für den verletzten Jhon Córdoba eingewechselt worden und hatte damit sofort Einfluss auf die Partie. Kolumbien kontrollierte das Spiel anschließend über weite Strecken. Luis Díaz hatte mehrere Möglichkeiten und traf nach der Pause vermeintlich zum 2:0, der Treffer wurde jedoch wegen Abseits aberkannt. Ghana bemühte sich zwar um eine Antwort, fand gegen die stabile kolumbianische Defensive aber nur selten klare Wege in den Strafraum. In der Schlussphase hielt Lawrence Ati-Zigi Ghana mit mehreren Paraden im Spiel, doch der Ausgleich fiel nicht mehr. Kolumbien steht damit verdient in der nächsten Runde und bleibt einer der unangenehmsten Gegner dieses Turniers. Für Ghana ist die WM dagegen beendet.
Foto: Megan Briggs/Getty Images
