Hakan Çalhanoğlu hat auf die regelmäßig aufkommenden Spekulationen über einen Wechsel nach Istanbul reagiert. Der Kapitän der türkischen Nationalmannschaft erklärte, selbst keine Transfergespräche zu führen. Auch über eine Verlängerung seines Vertrags bei Inter wurde bislang nicht verhandelt.
In einem Interview mit der "Gazzetta dello Sport" sprach Hakan Çalhanoğlu über seine Zukunft bei Inter, die zurückliegende Weltmeisterschaft und seine Pläne nach der aktiven Karriere. Dabei wurde der 32-Jährige auch mit den regelmäßigen Aussagen türkischer Klubpräsidenten und Trainer konfrontiert, wonach er gerne in Istanbul spielen würde. "Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum mein Name ständig ins Spiel gebracht wird", sagte Çalhanoğlu. Als Kapitän der Nationalmannschaft stehe er mit Verantwortlichen türkischer Vereine in Kontakt. Dabei gehe es jedoch häufig um andere Spieler, zu denen er um eine Einschätzung oder Empfehlung gebeten werde.
Transferfragen liegen bei seinem Berater
Konkrete Transferangelegenheiten bespreche Çalhanoğlu nicht selbst mit den Klubs. Dafür sei ausschließlich sein Berater zuständig. Wer Zweifel an dieser Darstellung habe, könne sich direkt an diesen wenden, erklärte der Mittelfeldspieler. Einen späteren Wechsel in die Süper Lig schloss Çalhanoğlu damit nicht grundsätzlich aus. Hinweise auf laufende Verhandlungen mit einem Verein aus Istanbul lieferte er allerdings ebenfalls nicht. Zuletzt war sein Name erneut mit mehreren türkischen Spitzenklubs in Verbindung gebracht worden. Die Aussagen des Inter-Profis sprechen jedoch dafür, dass zumindest derzeit keine von ihm persönlich geführten Gespräche über eine Rückkehr in die Türkei stattfinden.
Keine Gespräche über neuen Inter-Vertrag
Offen ist auch Çalhanoğlus Zukunft in Mailand. Auf die Frage nach einer möglichen Vertragsverlängerung erklärte er zunächst, dass die Entscheidung beim Verein liege. Anschließend stellte er klar, dass es bislang überhaupt keine Gespräche über ein neues Arbeitspapier gegeben habe. Er konzentriere sich derzeit ausschließlich auf den Fußball. Zugleich verwies Çalhanoğlu auf die Erfolge der vergangenen fünf Jahre. In diesem Zeitraum habe Inter acht Titel gewonnen und zweimal das Finale der Champions League erreicht. Das Verhältnis zu den Anhängern bezeichnete der türkische Nationalspieler als gegenseitig positiv. "Die Fans lieben mich und ich liebe sie. Wir werden sehen, was passiert", sagte Çalhanoğlu über seine weitere Zukunft beim italienischen Klub. Immer auf dem neusten Stand bleiben – mit dem LIGABlatt-TransferCenter!
Çalhanoğlu denkt über TFF-Präsidentschaft nach
Nach der Weltmeisterschaft benötigte der Mittelfeldspieler zunächst zusätzliche Erholung. Trainer Cristian Chivu habe ihm einige weitere freie Tage gewährt, da er nach dem Turnier mental erschöpft gewesen sei. Inzwischen befinde er sich wieder im Mannschaftstraining und arbeite an seiner körperlichen Verfassung. Seine Karriere in der türkischen Nationalmannschaft möchte Çalhanoğlu noch nicht beenden. Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Weltmeisterschaft sei er bereit, 2030 einen weiteren Versuch zu unternehmen.
Für die Zeit nach seiner aktiven Laufbahn schloss Çalhanoğlu eine Trainerkarriere aus. Eine Tätigkeit als Berater oder Sportdirektor könne er sich dagegen vorstellen. Auch ein Amt im türkischen Fußballverband ist für ihn eine Option: "Ich kann mich künftig als Präsident des TFF sehen."
Foto: Jamie Squire/Getty Images
