Türkischen Medienberichten zufolge prüft Galatasaray aktuell die Möglichkeit, Federico Valverde von Real Madrid zu verpflichten. Nach der sehr turbulenten abgelaufenen Saison bei den "Königlichen", wo Valverde als einer der Unruhestifter innerhalb der Mannschaft galt, ist es nun möglich, dass sich der neue Trainer José Mourinho für einen Abgang des Uruguayers ausspricht. Für diesen Fall möchte Galatasaray offenbar vorbereitet sein.
Spätestens seit der Festverpflichtung von Victor Osimhen für ein Gesamtpaket über 75 Millionen Euro weiß die Fußballwelt, dass Galatasaray zu wirtschaftlich aberwitzigen Aktionen bereit ist. Nachdem man damals bereits eine beispiellose Summe in der Geschichte des türkischen Fußballs für den Nigerianer auf den Tisch gelegt hatte, brodelt es nun in der Gerüchteküche, dass in diesem Jahr etwas Vergleichbares passieren könnte, wonach der türkische Rekordmeister ein Auge auf Federico Valverde von Real Madrid geworfen habe, der dort nach seinen Streitigkeiten mit Ex-Trainer Xabi Alonso und Mitspieler Aurélien Tchouaméni als durchaus umstritten gilt. Sollte sich der neue Coach der "Blancos", José Mourinho dafür entscheiden, dass der Mittelfeldmann gehen muss, will sich Galatasaray angeblich für einen Transfer in Stellung bringen. Welche Transfers in der Süper Lig in der laufenden Saison alles bereits getätigt wurden, erfahrt ihr im LIGABlatt-Transfercenter.
Dursun Özbek bekennender Fan von Federico Valverde
Einem Bericht der türkischen Zeitung "Sözcü" zufolge habe Galatasaray-Präsident Dursun Özbek vereinsintern die Maßgabe vorgegeben, zu prüfen, ob ein Transfer von Federico Valverde theoretisch möglich wäre. Wie es heißt, sei man in der Chef-Etage der "Löwen" schon lange von den Fähigkeiten und dem polyvalenten Spielerprofil von Federico Valverde begeistert und wittere nun eine unverhoffte Chance, diesen möglicherweise an den Bosporus zu locken, obgleich dieser in der spanischen Hauptstadt noch einen langjährigen Vertrag besitzt und inzwischen auch offizieller Mannschaftskapitän ist.
Real-Kapitän vermeintlich zu groß für Galatasaray
Grundsätzlich sollte man meinen, dass ein Federico Valverde, Stammspieler und Kapitän bei Real Madrid, dort mit einem Vertrag bis zum Sommer 2029 versehen und dazu noch mit einem Marktwert von 90 Millionen Euro als Personalie für Galatasaray schlicht und einfach ein Regal zu weit oben wäre. Der dynamische Mittelfeldmann gilt noch immer als einer der besten Box-to-Box-Spieler der Welt und vor allem seine Fernschüsse sind international berüchtigt. Zudem gilt Valverde als "Big Game Player", der vor allem immer dann in Erscheinung tritt, wenn es sportlich um alles geht. Allerdings bröckelt diese Fassade inzwischen ein wenig, da Federico Valverde in der abgelaufenen Saison immer wieder für Negativ-Schlagzeilen sorgte.
Federico Valverde in Madrid mittlerweile umstritten
So soll der 76-malige uruguayische Nationalspieler eine der Rädelsführer innerhalb der Mannschaft gewesen sein, die sich damals für eine Trennung von Trainer Xabi Alonso ausgesprochen haben. Vereinspräsident Florentino Pérez hatte dem damals nachgegeben und den Leverkusener Meistertrainer von 2024 nach wenigen Monaten im Amt bereits entlassen, mit der Hoffnung, dass die Mannschaft danach zusammenwachsen und sich wieder auf die sportlichen Ziele konzentrieren würde, doch war das Gegenteil der Fall: Innerhalb der Mannschaft sei die Chemie immer angespannter geworden und es sei zwischen mehreren Spielern zum Bruch gekommen, was schließlich in einer Schlägerei zwischen Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni gemündet war, nach der Valverde sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Vieles hängt von der Entscheidung von José Mourinho ab
Mit der Berufung von "Alphatier" José Mourinho soll Pérez nun vor allem die Strategie verfolgen, die Mannschaft zu disziplinieren und gegebenenfalls zu schleifen. Sollte Mourinho, der eher für seinen für einige Beobachter "fragwürdigen" Führungsstil als für seine taktische Finesse bekannt ist, zu dem Entschluss kommen, dass einige Spieler gehen müssen, um das Mannschaftsgefüge wieder ins Gleichgewicht zu bringen, so wird gemutmaßt, dass Florentino Pérez dem nachkommen werde. Derzeit gilt Federico Valverde trotz des Umstands, dass dieser bereits seit zehn Jahren im Verein ist und unter anderem dreimal die spanische Meisterschaft und zweimal die Champions League gewinnen konnte, als eine der Personalien, die am meisten Unruhe ins Team bringen, weshalb ein Abschied der Vereinsikone gar nicht mehr als so abwegig gilt, wie in den vergangenen Jahren.
Valverde könnte ein großes Wettbieten auslösen
Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass Real Madrid Federico Valverde die Tür zeigt, dürfte sich Galatasaray im Werben um den Weitschussspezialisten aber harter Konkurrenz ausgesetzt sehen, da ein Mann dieser Klasse sicherlich zahlreiche hochkarätige Interessenten aus europäischen Top-Ligen wie der Premier League oder der Serie A anlocken dürfte. Das würde auch bedeuten, dass allein schon die Ablösesumme immer weiter steigen würde, was, abgesehen von der sportlichen Perspektive, natürlich ebenfalls eine große Hürde wäre. Ob Galatasaray da wirklich alles auf eine Karte setzen und die restliche Kaderplanung hintenanstellen würde, ist schwer zu sagen.
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