Dank zweier Osimhen-Tore hat Galatasaray das Interkontinental-Derby gegen Fenerbahçe am Montagabend knapp, aber hochverdient mit 2:1 für sich entschieden. Den Gästen aus Kadıköy gelang zwar per spektakulärem Fallrückziehertor der Anschluss – über weite Strecken glich das Derby aber einer gelb-roten Machtdemonstration.
16 Sekunden waren gerade einmal verstrichen, da kam das Derby direkt auf Betriebstemperatur, als Lukaku und Bardakçi aneinandergerieten und eine erste Rudelbildung entstand. Spielerisch erarbeitete sich in der Folge dann Galatasaray schnell ein deutliches Übergewicht. Es dauerte dennoch bis zur 15. Minute, ehe GS-Offensivmann Yılmaz Fener-Keeper Ederson das erste Mal konkret prüfte. Von den Gästen aus Kadıköy kam unterdessen überhaupt nichts. Wenn überhaupt brachte sich Galatasaray selbst in Gefahr – so vor allem bei einer missglückten Klärungsaktion von Sanchez, als dieser eine Kanté-Flanke unfreiwillig an den Pfosten lenkte (25).
Osmihen bricht den Bann nach einer halben Stunde
Nach einer knappen halben Stunde konnte Galatasaray aus der Dominanz dann Kapital schlagen. Yılmaz und Osimhen trugen den Ball an den Sechzehner, wo der nigerianische Stürmer letztlich den Ball mit rechts annahm und in einer Bewegung aus 17 Metern rechts unten mit dem anderen Fuß ins Tornetz jagte. Der Stürmer-Star hätte nach einem Steilpass von Batrakov (38.) gar schnell erhöht, musste wiederum aber nur wenige Minuten warten, bis es ihm tatsächlich gelang. Nach einer zu kurz geklärten Aktion zog Bardakçi aus rund 25 Metern ab. Der Ball wäre eigentlich vorbeigeflogen, hätte Osimhen (44.) nicht geistesgegenwärtig seinen Kopf hingehalten und den Ball so entscheidend ins Tor abgefälscht. Mit dem 2:0-Halbzeitstand war Fenerbahçe indes noch mehr als gut bedient. Die Mannschaft von Ismail Kartal schoss kein einziges Mal aufs gegnerische Tor, einzig Torwart Ederson zeigte keine Arbeitsverweigerung.
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Es war klar, dass Fenerbahçe eine 180-Grad-Drehung im zweiten Durchgang hinlegen werden müsste, um eine drohende Blamage noch abzuwenden. Und zumindest gestaltete sich die Partie nach dem Seitenwechsel wesentlich ausgeglichener. Lukaku scheiterte nach Vorarbeit an Çakır (51.), auf der Gegenseite köpfte Jakobs (55.) an den Pfosten. Dann aber gelang den Gelb-Marineblauen der Anschlusstreffer – und wie: Nach einer Hereingabe von Aydın traf Kahveci (62.) spektakulär per Fallrückzieher ins Netz.
Galatasaray bleibt das klar bessere Team
Der Anschlusstreffer änderte fortan aber nichts an der Grundausrichtung des Spiels, das vor allem auf das Tor von Fenerbahçe lief. Bis in die Schlussphase hinein war Galatasaray einem erneuten Zwei-Tore-Vorsprung stets wesentlich näher als Fenerbahçe dem Ausgleich. Vor allem Torreira (72.) und Osimhen (79.) verpassten die vorzeitige Entscheidung. So mussten die "Löwen" dann trotz 22 Torschüssen in der Schlussphase nochmal zittern. Skriniar (90.) hatte nach einer Kopfballstafette sogar die große Chance zum 2:2 auf dem Schädel, Lemina rettete für den bereits geschlagenen Çakır aber vor der Linie.
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Mit dem 2:1-Derbysieg verteidigt Galatasaray die Tabellenspitze, hat den Vorsprung auf den Erzrivalen aber auf jetzt schon sechs Punkte vergrößert. Fenerbahçe verbleibt auf Rang 5 und wird sich vor allem auf Grund der Art und Weise, wie ein Großteil des Spiels verlaufen ist, der Kritik stellen müssen.

