Im vergangenen Sommer galt Eduardo Camavinga bei Real Madrid als gescheitert, Galatasaray erkundigte sich daraufhin bezüglich einer möglichen Verpflichtung des Franzosen. Inzwischen ist der 23-jährige Mittelfeldspieler aber wieder zurück bei alter Stärke, gar ein Fixpunkt in Frankreichs Starensemble – und für Galatasaray wohl nicht mehr zu finanzieren.
Die abgeschlossene Länderspielperiode war für Eduardo Camavinga ein voller Erfolg. In allen vier Partien der Equipe Tricolore kam der spielstarke wie emsige Mittelfeldmann zum Einsatz, in den beiden Spielen gegen Belgien (1:0/4:1) stand er in der Startformation. Sein zufriedenes Zwischenfazit: "Seit Beginn meiner Karriere ging alles sehr schnell, aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, und ich habe noch einen langen Weg vor mir." Camavingas aktuelle Rolle im französischen Nationalteam überrascht durchaus, schaffte er es im zurückliegenden Sommer doch nicht einmal in den 26-köpfigen Turnierkader. Nach einer schwachen Rückrunde bei Real Madrid wurde Camavinga von Ex-Franzosen-Trainer Didier Deschamps gestrichen, unter Zinedine Zidane blüht er nun wieder auf.
In jenen Sommermonaten, als Camavingas Status als internationaler Top-Spieler in der Öffentlichkeit durchaus infrage gestellt wurde, interessierte sich Galatasaray für eine Verpflichtung. Der türkische Serienmeister spekulierte, den Franzosen im Formtief preiswert verpflichten zu können, blitzte mit einem Transfer aber ab. Camavinga wollte nicht aus Madrid flüchten, trainierte stattdessen laut Berichten der "AS" den kompletten WM-Zeitraum durch, um in der neuen Saison wieder vollanzugreifen. Mit Erfolg.
Lob auch von Real-Trainer Mourinho
In dieser Spielzeit gehört der 33-fache Nationalspieler wieder zum Stammpersonal der Königlichen und absolvierte in LaLiga sechs von sieben möglichen Spielen. Nach dem 4:0-Sieg gegen Malaga Ende August lobte Real-Trainer José Mourinho: "Er ist ein junger Spieler, der nicht gerade hoch gehandelt wird, aber heute ein großartiges Spiel abgeliefert hat." Bei den Madrilenen ist Camavinga vorerst ebenso nicht mehr wegzudenken wie aus der französischen Nationalmannschaft. Galatasaray kann ihn aufgrund des widererstarkten Stellenwerts allerdings nun abschreiben.
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