ZURICH, SWITZERLAND - JULY 30: FIFA logo is seen outside FIFA (Fédération Internationale de Football Association) global headquarters on July 30, 2026 in Zurich, Switzerland. A recent proposal by FIFA President Gianni Infantino to sell off stakes in its football competitions has sparked backlash from some national and regional sports governing bodies. (Photo by Robert Hradil/Getty Images)

Wegen nicht beglichener Ratenzahlungen: FIFA belegt Fenerbahçe mit Transfersperre

Der FC Sevilla hatte sich beim Weltverband beschwert

Die FIFA hat den türkischen Spitzenklub Fenerbahçe vorläufig mit einer Transfersperre über drei entsprechende Fenster belegt. Dies bestätigte inzwischen auch der Verein selbst. Der Grund hierfür wird eine bislang vermeintlich nicht gezahlte Rate an den FC Sevilla für den Kauf von Mittelstürmer Youssef En-Nesyri aus dem Sommer 2024 angegeben. 

In den letzten Jahren und nicht zuletzt auch im Sommer 2026 sind die Ausgaben türkischer Klubs auf dem Transfermarkt geradezu explodiert. So hatten nach und nach vor allem die Top-Klubs Galatasaray, dann Fenerbahçe und Beşiktaş und zuletzt dann auch Trabzonspor absolute Rekordsummen in die Hand genommen, um ihre eigenen Kader zu stärken. Wie sich die eigentlich als notorisch klamm und hochverschuldet geltenden Vereine diese Neuzugänge überhaupt leisten können, ist in vielen Fällen unklar und die Mutmaßungen, dass es sich um ein gewaltiges Kartenhaus handeln könnte, werden immer lauter. Diese Überlegungen dürften nun nur noch davon befeuert werden, dass die FIFA eine vorläufige Transfersperre über Fenerbahçe verhängt hat, weil die Marineblau-Gelben ausstehenden Zahlungen für einen ihrer früheren Spieler angeblich nicht nachgekommen seien.

Raten für Youssef En-Nesyri noch nicht beglichen 

Wie die Fenerbahçe-Vereinsführung am Samstag selbst in einem offiziellen Statement bestätigte, hatte die FIFA eine Transfersperre über drei Wechselfenster über den Klub verhängt. Demnach habe der FC Sevilla beim Weltverband offiziell Beschwerde eingelegt, weil eine für den 30. April diesen Jahres vereinbarte Ratenzahlung für Angreifer Youssef En-Nesyri nicht überwiesen worden war. Zudem fordere man nun die nächste Ratenzahlung ein. Der Marokkaner, der inzwischen für den Al-Ittihad Club in Saudi-Arabien kickt, war im Juli 2024 für eine Gesamtablöse über 19,5 Millionen Euro aus Andalusien an den Bosporus gewechselt. Um diesen Deal zu finanzieren, hatten sich aber beide Klubs auf mehrere Raten geeinigt, die über mehrere Jahre laufen sollten.

Sperre könnte bald wieder aufgehoben werden 

Im offiziellen Statement hieß es seitens der Fenerbahçe-Bosse, dass die erste offene Rate bereits beglichen worden sei und die zweite bereits am kommenden Montag folgen solle. Man habe zuerst das Urteil der FIFA abwarten wollen, ehe man die Zahlungen vornehmen, heißt es im Statement. Angesichts der ausgesprochenen Sperre, zeigen sich die Vereinsverantwortlichen optimistisch, dass diese bald aufgeboben werde, sobald die Raten beglichen und der damit zusammenhängende Verwaltungsaufwand abgeschlossen sei. Dass bei offenen Forderungen von der FIFA vorerst Transfersperren ausgesprochen werden, passiert immer wieder. Ebenso ist es allerdings auch nicht unüblich, dass die Sperren wieder aufgehoben werden, sobald sich die beiden streitenden Klubs einigen. Diese Sperre über den 19-maligen türkischen Meister muss also nicht zwingend Bestand haben.

Foto: Robert Hradil / Getty Images