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ISTANBUL, TURKEY - April 21: Mauro Icardi of Galatasaray reacts during the Turkish Super League match between Galatasaray and Pendikspor at Rams Park on April 21, 2024 in Istanbul, Turkey. (Photo by Ahmad Mora/Getty Images)

Wohin Icardi wechseln könnte und was ein Sorgerechtsstreit damit zu tun hat

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Nach der endgültig beschlossenen Trennung von Galatasaray ist Mauro Icardi als vereinsloser Spieler auf dem Markt. Rein qualitativ dürfte der argentinische Stürmer Interessen in ganz Europa haben. Wegen eines laufenden Sorgerechtsstreits kommt für Icardi aber zunächst nur ein Wechsel innerhalb der Türkei in Frage. 

Mauro Icardi ist Geschichte bei Galatasaray. Monatelange Verhandlungen über einen Anschlussvertrag des 33-jährigen Stürmers sind Mitte der Woche endgültig gescheitert, am Donnerstag gab der türkische Meister dann die Trennung vom Angreifer bekannt. "Der Abschied von Mauro Icardi war für mich noch schwerer. Er hat den Fußball und Galatasaray bei allen Altersgruppen von 7 bis 77 Jahren beliebt gemacht. Er ist eine Ikone", legte GS-Trainer Okan Buruk am späten Abend in einem Interview mit Tivibu Spor nochmal nach. Somit ist Icardi nun als vereinsloser Spieler auf dem Markt und für jeden Klub ablösefrei zu haben. 

Anhaltender Sorgerechtsstreit mit Ex-Frau Wanda Nara 

Die Palette der Interessenten für den Argentinier ist breit gefächert. Neben Offerten aus Europa – unter anderem von Betis Sevilla, Benfica Lissabon und Lazio Rom – soll es auch konkretes Interesse aus Brasilien (FC Sao Paolo) oder Dubai (FC Palm City) geben. Bestätigt ist allerdings nicht, Gespräche gab es bis dato ebenfalls nicht, da Icardi bis zuletzt nur mit Galatasaray Gespräche führte. Womöglich wird der Stürmer aber mehr oder weniger gezwungen sein, in der Türkei zu bleiben. Hintergrund ist ein komplexer Rechtsstreit mit seiner Ex-Frau Wanda Nara.

Wie Fotomac mit Verweis auf Berichte in der argentinischen Presse berichtet, würde Icardi im Falle eines Auslandswechsels das Sorgerecht für seine beiden Töchter verlieren. Der seit zwei Jahren laufende Prozess wird zwar vor einem Gericht in Argentinien verhandelt, sollte Icardi in den laufenden Verhandlungen aber seinen Wohnsitz ändern, könnte ihm ein Vorwurf des internationalen Auslieferungsersuchens und der Kindesentziehung angehängt werden. Rein juristisch wäre es für Icardi daher sicherer, zum gegenwärtigen Zeitpunkt in der Türkei zu bleiben.

Aufsteiger Amedspor bringt sich in Stellung

Aus genau diesem Grund beobachtet beispielsweise Amedspor die Situation des Stürmers ganz genau. Normalerweise wäre für den Süper-Lig-Aufsteiger eine Verpflichtung Icardis utopisch – mit dem Hintergrund des laufenden Rechtsstreits erscheint es aufgrund mangelnder Alternativen zumindest prinzipiell möglich. Laut türkischen Medienberichten soll der Ex-Galatasaray-Star auch Stadtrivale Beşiktaş angeboten worden sein.

Foto: Ahmad Mora / Getty Images