BARCELONA, SPAIN - MARCH 10: Frenkie de Jong of Barcelona is challenged by Ryan Babel of Galatasaray during the UEFA Europa League Round of 16 Leg One match between FC Barcelona and Galatasaray at Camp Nou on March 10, 2022 in Barcelona, Spain. (Photo by Alex Caparros/Getty Images)

Rückblick 2022: Als Galatasaray Barcelona am Rande des Ausscheidens hatte

Knappe Niederlage im Europa-League-Achtelfinale

Viereinhalb Jahre liegt das letzte Aufeinandertreffen zwischen Galatasaray und Barcelona zurück. Damals, im März 2022, hatte die "Löwen" die spanischen Gäste sogar am Rande eines Ausscheidendes, scheiterten letztlich aber doch. Ein Rückblick vor dem Wiedersehen in der Champions League an diesem Dienstag. 

Im Frühjahr 2022 war die Fußball-Welt noch eine andere. Galatasaray war weit weg von Dauer-Meisterschaftsansprüchen und würde wenige Wochen später das dritte titellose Jahr in Folge abschließen. Trabzonspor krönte sich am Ende jener Saison zum türkischen Meister. Und der FC Barcelona war im ersten Jahr nach dem Abschied von Allzeit-Superstar Lionel Messi derart sportlich abgeschmiert und finanziell ausgeblutet, dass es durchaus vorstellbar war, dass die einst so erfolgreiche Ära der Katalanen mittelfristig erstmal vorbei sein würde. Insofern überrascht es auch weniger, dass sich beide Teams vor rund viereinhalb Jahren nicht in der Champions League begegneten, sondern eine Etage tiefer in der Europa League.

Marcão lässt Galatasaray vom Viertelfinale träumen – Pedri kontert schnell

Am 17. März 2022 empfing Galatasaray den FC Barcelona zum Achtelfinal-Rückspiel im Türk Telekom Stadyumu. Auswärts in Katalonien errangen die Istanbuler zuvor ein respektables 0:0-Unentschieden, das die Hoffnungen auf ein Weiterkommen gegen die Blaugrana nährte. Und dann gingen die "Löwen" im eigenen Rund auch noch in Führung: Innenverteidiger Marcão traf nach einer knappen halben Stunde nach einer Ecke per Flugkopfball ins Netz und brachte das Stadion zum explodieren. Rund 50.000 Fans verwandelten den Norden Istanbuls in ein Tollhaus – und anschließend in ein gellendes Pfeifkonzert. Barcelona, das sich kurzzeitig zwar geschockt zeigte, antwortete in Person mit dem damals noch blutjungen Pedri mit purer individueller Klasse: Der Mittelfeldmann ließ zwei Istanbuler alt aussehen und schob den Ball flach ins Tor.

Pfiffe und Wurfgeschosse: Barca lässt wütende Gala-Fans kalt

So sehr Galatasaray im ersten Durchgang über weite Strecken imponierte, so schwach war der Auftritt dann nach dem Seitenwechsel. Früh besorgte Stürmer Aubameyang in einer kurzzeitigen Phase, in der die Gäste in Überzahl agierten, die 2:1-Führung für Barcelona. Ein Nackenschlag, von dem sich die Türken nicht mehr erholen sollten. Galatasaray-Fans versuchten in der Schlussphase durch das Werfen von Gegenständen zwar nochmal für Unruhe zu sorgen, aus der Fassung ließen sich die Katalanen aber nicht mehr bringen. In drei von vier Halbzeiten war Galatasaray mindestens ebenbürtig, ging zeitweise sogar in Führung und musste am Ende doch die Segel streichen. Für Barcelona war allerdings dann auch schon im folgenden Viertelfinale gegen den späteren Sieger Frankfurt Schluss.

Kaum noch Überschneidungen mit damaligen Kadern

Übrigens: Die Mannschaften, die sich am Dienstagabend in der Champions League gegenüberstehen, haben so gut wie nichts mit den Teams aus dem März 2022 gemein. Im Barcelona-Kader sind mit Pedri, Gavi und Frenkie de Jong immerhin noch drei Akteure verblieben. Bei Galatasaray ist es lediglich Yunus Akgün, wobei der Flügelstürmer in jener Saison an Adana Demirspor ausgeliehen war.

Foto: Alex Caparros / Getty Images