Galatasaray-Trainer schützt nach Pokal-Blamage seinen Patzer-Torwart!

Viertelfinal-Aus gegen Gençlerbirliği

Nachdem sich Fenerbahçe bereits aus dem türkischen Pokal verabschiedete, war am Mittwochabend auch für Galatasaray im Viertelfinale vorzeitig Schluss. Bei der 0:2-Niederlage gegen Gençlerbirliği boten die "Löwen" eine unterirdische Leistung. Ersatztorwart Günay Güvenç wurde danach zum Sündenbock der Fans, erhielt aber Rückendeckung von Trainer Okan Buruk. 

"Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns, eine der Schlüsselfiguren im Team. Er ist immer positiv und zeigt stets Führungsqualitäten", verteidigte Okan Buruk unmittelbar nach Schlusspfiff Günay Güvenç. Wenige Minuten zuvor hatte Galatasarays Nummer zwei einen eigentlich ungefährlichen Eckball nicht festgehalten, das entscheidende 0:2 durch Gençlerbirliğis Traoré so maßgeblich verschuldet. Dass Güvenc am Viertelfinal-Aus alleine Schuld war, wollte Buruk aber nicht zählen lassen: "Letztes Jahr hat er die gesamte Pokalsaison bestritten und wir haben den Titel gewonnen. Und auch dieses Jahr hat er gute Arbeit geleistet."

Galatasarays C-Elf fremdelt mit sich selbst

Stattdessen stellte Buruk klar: "Wenn überhaupt jemand die Schuld trägt, dann der Trainer. Es ist nicht immer richtig, nur die Spieler zu beurteilen." Die Hereinnahme des Ersatztorwarts war nur eine von insgesamt neun Änderungen, die im Vergleich zum Liga-Spiel gegen Gençlerbirliği (2:1) am Wochenende vorgenommen wurde. Sehr schnell wurde ersichtlich, dass der Rekordmeister in dieser Konstellation noch nie spielte, gewohnte Abläufe waren kaum zu erkennen. "Das Schlimme ist, dass wir in der ersten Halbzeit nichts zustande gebracht haben. Wir haben zu oft den Ball verloren und konnten keine Torchancen kreieren. Wir waren einfach zu statisch", musste auch Buruk anerkennen. 

Osimhen fürs Derby wohl wieder ein Startelf-Kandidat

In der zweiten Halbzeit habe das Zusammenspiel nach Ansicht des GS-Trainer dann besser funktioniert, gegen einen gut strukturierten Gegner seien die Löwen aber schlicht zu spät aufgewacht. Auch die Einwechselung von Star-Stürmer Victor Osimhen in der 78. Minuten änderte daran nichts. Für das Derby gegen Fenerbahçe am Sonntag – dem laut Buruk wichtigsten Spiel der Saison – soll der Nigerianer dann wieder eine Option von Beginn an sein.