Kurz vor WM-Start: TFF-Präsident İbrahim Hacıosmanoğlu will Vincenzo Montella halten

Der Trainer der türkischen Nationalmannschaft weckt Begehrlichkeiten

Der Präsident des türkischen Fußballverbands TFF, İbrahim Hacıosmanoğlu, hat in einem Interview die gegenwärtige Vertragssituation rund um Nationaltrainer Vincenzo Montella besprochen. So erklärte der Funktionär, dass es für den Coach in der Vergangenheit spannende Angebote gegeben hätten und dass er auch in Zukunft mit weiteren Angeboten rechne; Dies sei am Ende jedoch völlig egal, da man seitens der TFF keinerlei Interesse daran habe, sich vorzeitig von Montella zu trennen. 

Vincenzo Montella hat nach Erreichen der Europameisterschaft 2024, dem Erreichen des dortigen Viertelfinals und dem Aufstieg in die höchste Kategorie der Nations League mit der Türkei nun auch die erste WM-Qualifikation seit 2002 klargemacht und sich somit als erfolgreicher Trainer empfohlen, was natürlich auch Interessenten auf den Plan ruft. Wie TFF-Präsident İbrahim Hacıosmanoğlu nun aber erklärt hat, werde man den Italiener unter keinen Umständen vorzeitig aus dessen Vertrag entlassen, egal wer anklopfen und welches Modell vorgeschlagen werden mag.

Vincenzo Montella hatte Flirt mit der Roma 

In einem Gespräch mit der türkischen Nachrichten Agentur "Anadolu Ajansı" (AA) wurde TFF-Präsident İbrahim Hacıosmanoğlu auch auf die Vertragssituation rund um den Trainer der türkischen Nationalmannschaft, Vincenzo Montella, angesprochen. Dabei erklärte dieser, dass Montella in der Vergangenheit bereits einmal sehr heftig von dessen Ex-Verein AS Rom umworben worden war. Im Gespräch miteinander sei aber schnell klar geworden, dass Montella, auch wenn sein Herz der Roma gehöre – als Spieler hatte er mit den "Giallorossi" 2001 an der Seite von Vereinslegende Francesco Totti den Scudetto gewonnen – sich seiner Aufgabe beim türkischen Fußballverband verschrieben habe und solange er vom Verband auch keine Freigabe bekäme, er dies auch klaglos akzeptieren und sich weiterhin auf seine Arbeit mit der Nationalmannschaft konzentrieren werde.

Türkische Nationalmannschaft steht geschlossen hinter Montella 

İbrahim Hacıosmanoğlu ging dabei sogar noch etwas weiter: "Es wird keine Angebote für Montella mehr geben und der Trainer wird nirgendwo hingehen. Sollte ein Angebot vorliegen, werden wir dieses umgehend ablehnen. Der Coach wird nicht gehen!" Für Hacıosmanoğlu, der seit Juli 2024 im Amt ist, seien nie Zweifel daran aufgekommen, dass Vincenzo Montella der Richtige für den Job sei; die Erfolge unter dessen Ägide sprächen für sich und zudem habe der Präsident sich auch mit dem Mannschaftsrat der türkischen Nationalmannschaft besprochen, wo ihm mitgeteilt worden sei, dass der Trainer die uneingeschränkte Unterstützung der Mannschaft genieße.

Montellas Vertrag läuft bis nach der EM 2028 

Nachdem sich die zwischenzeitliche Möglichkeit eines Abschieds in Richtung Rom recht schnell wieder in Luft aufgelöst hatte, sei für İbrahim Hacıosmanoğlu auch klar, dass es keine Rolle mehr spielen würde, wer sich letztlich um Vincenzo Montella, dessen Vertrag mit dem türkischen Fußballverband noch bis zum 31. Juli 2028 geht, schlussendlich bemühen mag: "Ein Trainer, der nicht zu seinem Herzensverein nach Rom wechselt, geht auch sonst nirgendwo hin. Es gab zwischenzeitlich sogar ein Angebot, dass er gleichzeitig als Klub- und Nationalmannschaftstrainer arbeiten könnte, doch das haben wir auch nicht akzeptiert."

WM-Abschneiden für Montellas Zukunft unerheblich 

Nachfragen, wie es denn um die Zukunft Vincenzo Montellas bestellt sei, sollte die Türkei eine enttäuschende WM spielen, ließ der TFF-Präsident nicht zu. Montella hätte durch das Erreichen der EM, das gute Abschneiden im Turnier sowie in der Nations League und durch die langersehnte Qualifikation für eine Weltmeisterschaft sich so viel Vertrauen erarbeitet, dass sich Spekulationen über ein mögliches Abschneiden der Türkei in den USA, Kanada und Mexiko erübrige. Derzeit gelte, dass der 51-Jährige noch für über zwei Jahre unter Vertrag steht und in dieser Zeit keinen anderen Job ausüben soll als den des türkischen Nationaltrainers.