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LONDON, ENGLAND - MAY 06: Arda Turan, Head Coach of FC Shakhtar Donetsk, speaks to the media during a FC Shakhtar Donetsk Press Conference ahead of the UEFA Conference League 2025/26 Semi-Final Second Leg match between FC Crystal Palace and Shakhtar Donetsk at Selhurst Park on May 06, 2026 in London, England. (Photo by Alex Davidson/Getty Images)

Als neuer Türkei-Coach gehandelt: Arda Turan bezieht Stellung zu den Gerüchten

Einstiger Spieler-Star zeigt Verständnis für die Türkei-Spieler

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Das Ausscheiden der Türkei bereits nach der WM-Gruppenphase hat dazu geführt, dass der bis dahin so erfolgreiche Nationaltrainer Vincenzo Montella als sehr umstritten angesehen wird viele Beobachter seine Entlassung, bzw. seinen Rücktritt fordern, um Platz für andere potenzielle Kandidaten wie Arda Turan zu machen. Dieser hat nun erstmals öffentlich dazu Stellung bezogen, dass er als möglicher Türkei-Trainer gehandelt wird. 

Aufgrund des bitteren Ausscheidens der Türkei schon in der Vorrunde der laufenden FIFA-Weltmeisterschaft, ist Cheftrainer Vincenzo Montella sowohl bei den Fans als auch in den Medien arg umstritten, weshalb immer wieder Gerüchte laut werden, der Italiener könnte doch noch entlassen und durch einen anderen Trainer ersetzt werden. Ein Name, der hierbei sehr häufig genannt wird, ist der von Türkei-Legende Arda Turan. Nun hat sich der 39-Jährige erstmals selbst öffentlich zu den Gerüchten über eine baldige TFF-Anstellung geäußert.

Frage nach einem möglichen Posten als türkischer Nationaltrainer 

Arda Turan, der aktuell als Cheftrainer des ukrainischen Spitzen-Klubs Shakhtar Donezk arbeitet, war kürzlich zu Gast beim YouTube-Kanal "KAFA Sports" und plauderte dort über seine Karriere als Spieler und als Trainer. Auch über die Türkei und das enttäuschende Abschneiden bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko wurde gesprochen, wobei dann auch die Personalie Vincenzo Montella thematisiert wurde. Der Italiener sitzt trotz offizieller Rückendeckung von TFF-Präsident İbrahim Hacıosmanoğlu nicht mehr sicher im Sattel, weshalb nun ausgiebig spekuliert wird, ob der ehemalige Stürmer nun doch geschasst werden könnte, um einem anderen und im Idealfall sogar türkischen Trainer zu weichen. Hierbei würde immer wieder auch der Name Arda Turan gefordert. Auf Basis dieser Gemengelage wurde der ehemalige Barca-Profi dann von Journalist Candaş Tolga Işık offen gefragt, ob er der nächste Cheftrainer der türkischen Nationalmannschaft werde. Die Antwort kann unterschiedlich interpretiert werden.

Arda Turan gibt halbseidene Antwort 

In typischer Politiker-, bzw. Trainer-Manier gab Arda Turan eine Antwort, die zunächst als klar erscheint, es bei näherer Betrachtung aber nicht wirklich ist. Seine genauen Worte: "Die Nationalmannschaft hat bereits einen fantastischen Trainer, mehr muss man dazu nicht sagen." Eine solche Aussage erinnert ein wenig auf die Standard-Antwort von Spielern, die gefragt werden, ob sie bald den Verein wechseln werden, wenn es entsprechende Gerüchte gibt, wonach es dann immer heißt: "Ich habe hier noch einen gültigen Vertrag." In vielen Fällen bedeutet das letztendlich gar nichts und auch die Aussage Arda Turans ist kein klares Dementi. Er sagte nämlich nicht, was er tun würde, sollte Vincenzo Montella tatsächlich seinen Hut nehmen und die Stelle offiziell vakant sein.

"Solche Dinge können im Leben einfach passieren"

Trotz seiner letztlich eher ausweichenden Antwort, stärkte Arda Turan Vincenzo Montella anschließend den Rücken, indem er bezüglich des schlechten Abschneidens der Türkei bei der WM einen interessanten Vergleich zu seiner eigenen aktiven Spielerkarriere zog: "Ich erinnere mich noch an dem Tag, als ich mit Atlético mein erstes Spiel gegen Real Madrid im Bernabéu absolviert habe. Das Spiel war innerhalb eines Wimpernschlags vorbei. Ich habe überhaupt keine Erinnerung mehr daran, was passiert ist, oder wie es ausging. Aber wenn man mich nach meinen letzten Spielen im Bernabéu fragt, glaub mir, da war ich der Chef auf dem Platz, wie eine echte Nummer zehn, dazu in der Lage, in jedem Moment den perfekten Pass zu spielen und das Spiel auf ein ganz neues Level zu heben. Warum erzähle ich das? Weil es unser erstes Mal seit 24 Jahren bei einer WM war. Das ist es, worum es bei Erfahrung wirklich geht. Die Lichter, das Stadion, die Organisation, die Schönheit… solche Dinge können im Leben einfach passieren, das ist einfach menschlich."

Foto: Alex Davidson / Getty Images