Das war deutlich! Die Bayern starten mit einem souveränen 4:0-Sieg bei der Berliner Hertha in die Rückrunde. Und das, obwohl man defensiv mit einer absoluten Not-Mannschaft antreten musste. Die Tore für die Münchner erzielte Thomas Müller, Robert Lewandowski per Strafstoß, Thiago und Ivan Perišić. Wer überzeugte besonders?

Manuel Neuer:
Es war das erwartete Spiel gegen einen sehr defensiven Gegner. Erst in den Schlussminuten bekam Neuer Gelegenheit dazu, sich auszuzeichnen. Ansonsten kaum gefordert. (Note 3)

Alphonso Davies:
Die Winterpause hat ihm nicht geschadet, er knüpft nahtlos an seine Galaform an. Klasse Zweikämpfe, verwirrte mit seinen pfeilschnellen Aktionen. Musste kurz vor Schluss leicht angeschlagen vom Feld. (Note 2)

Jérome Boateng:
Aus der Not heraus durfte er wieder einmal spielen. Trotz kleinen Fehlern in der Rückwärtsbewegung machte er seine Sache recht ordentlich. Allerdings war er auch nicht allzu sehr gefordert. (Note 3)

David Alaba:
Man vergisst beinahe, dass Alaba überhaupt kein Innenverteidiger ist. In Berlin war er stets Herr der Lage, verteidigte fehlerfrei und spielte kluge Pässe. Solch einen Aushilfs-Innenverteidiger wünscht sich wohl jede Mannschaft. (Note 1,5)

Benjamin Pavard:
Spielte hinten rechts und hatte defensiv alles im Griff. Offensiv wachte er erst in der 2. Halbzeit auf und zeigte mehr Esprit nach vorne. Ein grundsolider Auftritt des Weltmeisters. (Note 3)

Thiago:
Ersetzte den gesperrten Kimmich und zeigte dabei ein tolles Spiel. Nichts mehr zu sehen von seinen Unkonzentriertheiten, dafür öffnende Pässe und Kampf um jeden Ball. Wunderschönes Tor zum 3:0. Da will einer in die 1. Elf! (Note 1,5)

Leon Goretzka:
In der 1. Hälfte sehr zurückhaltend, dann steigerte er sich. Er zeigte sich sehr aggressiv, die technischen Momente aber fehlten noch. Bereitete das 1:0 sowie das 3:0 vor. (Note 3)

Thomas Müller:
Musste auf dem ungeliebten Flügel spielen. Seine Flanken waren teilweise unter ferner Liefen. Dafür ebnete sein 1:0 den Weg zum Sieg, das 4:0 bereitete er vor. Er kämpfte sich in die Partie und wurde immer stärker. (Note 2,5)

Ivan Perišić:
In der 1. Halbzeit komplett blass, doch dann zog er mächtig das Tempo an und war nach dem Seitenwechsel an jeder Torchance beteiligt. Präzisere Flanken, Zug zum Tor und als Belohnung der Treffer zum 4:0. (Note 2,5)

Philippe Coutinho:
Es war nicht unbedingt sein Spiel. Er tauchte viel zu oft ab, seine sporadisch eingesetzten guten Abschlüsse konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass er sich dringend steigern muss. (Note 3,5)

Robert Lewandowski:
Scheiterte erst am VAR, dann an ein paar Zentimetern. Per Elfmeter traf er dann doch endlich. Nach seiner Leisten-OP ist nicht zu bemerken, dass er noch nicht bei 100% ist. Einzig die Effektivität fehlte. (Note 2,5)

Mickaël Cuisance, Leon Dajaku und Serge Gnabry:
Keine Bewertung

Foto: Stuart Frankin/Getty Images

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