Rund vier Monate saß Mert Hakan Yandaş zuletzt wegen des Verdachts illegaler Wettaktivitäten zuletzt in Untersuchungshaft. Nun ist der 31-jährige Mittelfeldspieler vom vom türkischen Fußballverband noch für zwölf Monate gesperrt worden. Fenerbahçe kündigte bereits Beschwerde an.
Seit dem 3. April ist Mert Hakan Yandaş aus der U-Haft entlassen, jüngst kehrte der 31-jährige Mittelfeldspieler sogar wieder ins Mannschaftstraining von Fenerbahçe zurück. Nun der nächste Schock für Yandas: Der Disziplinarausschuss des türkischen Fußballverbands (PFDK) sperrt ihn nachträglich für zwölf Monate bis zum 04. April 2027 in der Süper Lig und dem türkischen Pokal. Fenerbahçe hat die Sperre bereits als "inakzeptabel" bezeichnet. "Diese Disziplinarmaßnahme könnte unserem Spieler irreparablen Schaden zufügen und verstößt eindeutig gegen Recht und Fairness. Als Fenerbahçe erklären wir ganz klar, dass wir hinter unserem Kapitän Mert Hakan Yandaş stehen; und wir teilen der Öffentlichkeit mit, dass wir den Prozess bis zum Ende begleiten werden", heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung der Gelb-Marineblauen. Notwendige Rechtsmittel seien demnach bereits eingeleitet worden.
Yandaş soll über Mittelsmann Wetten auf Mitspieler Yüksek gesetzt haben
Yandaş ist einer von insgesamt 46 Profis, die im Zug des öffentlich gewordenen Wettskandals in der Türkei im Herbst vergangenen Jahres festgenommen wurden. Wie die Staatsanwaltschaft in Istanbul mitteilte, sind darunter auch 29 Profis, von denen 27 im Verdacht stehen, Wetten auf Spiele der eigenen Mannschaft abgeschlossen zu haben. Wie die türkische Zeitung Sabah berichtet, wurde in der Ermittlungsakte festgestellt, dass Yandaş einem Freund große Geldbeträge überwies, mit denen dieser immer wieder gezielt Wetten auf Fenerbahçe-Mitspieler İsmail Yüksek (26) platzierte. Dabei handelte es sich um Wetten auf Gelbe Karten oder eine Mindestanzahl an Fouls.
"Ich wurde zum Sündenbock gemacht."
Auch Yandaş selbst meldete sich nach der verhängten Einjahressperre zu Wort, beteuerte dabei abermals seine Unschuld: "Ich wurde zum Sündenbock gemacht. Ich weiß, mein Schicksal ist besiegelt. Ich glaube nicht, dass sich die unfaire und ungerechte Entscheidung gegen mich ändern wird." Bei Fenerbahçe läuft sein Vertrag am Saisonende aus.
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