Am Sonntagabend um 19:00 Uhr (MEZ) traf die deutsche Nationalmannschaft bei ihrem Auftakt der Weltmeisterschaft 2026 auf den WM-Neuling Curaçao. Trotz eines Schreckmoments in der ersten Halbzeit, wo man zwischenzeitlich das 1:1 fing, löste die deutsche Auswahl diese Aufgabe am Ende souverän und schlug den WM-Neuling auch in der Höhe verdient mit 7:1. Matchwinner war dabei Deniz Undav, der nach seiner Einwechslung ein Tor erzielte und zwei weitere Treffer wunderbar vorbereitete. Auch Kai Havertz ist als Doppeltorschütze herausgehoben zu nennen.
Im Vergleich zum letzten Testspiel gegen einen der drei WM-Gastgeber, USA, trat das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann praktisch unverändert an, lediglich im Tor wurde gewechselt. So gab Manuell Neuer nach seinem zwischenzeitlichen Rücktritt aus dem DFB-Team nach der EM 2024 sein Comeback und die etatmäßige Nummer zwei, Oliver Baumann, nahm wieder auf der Auswechselbank platz.
Nmecha mit der Führung, Curaçao gleicht überraschend aus
Für die Deutschen war es ein Auftakt nach Maß, denn nach einigen Torannäherungen gingen in der 6. Spielminute Felix Nmecha und Florian Wirtz in den Doppelpass und der Dortmunder schloss vom Strafraumrand trocken ins lange Eck ab und erzielte somit das 1:0. Nach der frühen Führung hätten die deutschen Spieler auch gerne das 2:0 nachlegen können, allein Nmecha hatte zwei große Chancen, doch der Treffer wollte nicht fallen, wodurch man Curaçao noch im Spiel hielt. Vor allem machte sich bei den Deutschen eine gewisse Nachlässigkeit breit, wodurch der Außenseiter in der 21. Spielminute einmal mutig nach vorne spielte und nach mehreren verunglückten Klärungsaktionen durch Livano Comenencia unverhofft zum Ausgleich kam. Der Schuss war dabei noch entscheidend von Joshua Kimmich abgefälscht.
Nico Schlotterbeck und Kai Havertz treffen vor der Pause
Die deutsche Mannschaft brauche einen Moment, sich von diesem Schrecken zu erholen und versuchte schließlich, vor allem über Standards wieder für Gefahr zu sorgen. Nachdem Nico Schlotterbeck zuvor einmal Eloy Room im Curaçao-Kasten gescheitert war, lief er dann in der 38. Spielminute nach einer perfekt getretenen Ecke von Nathaniel Brown genau richtig ein und erzielte per Kopf das 2:1. Hiernach fand das DFB-Team wieder den eigenen Rhythmus und bestimmte die Partie, obgleich es über lange Strecken etwas an Tempo fehlte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte aber lief Felix Nmecha noch einmal in den gegnerischen Strafraum ein und wurde dort gefoult. Den anschließenden Strafstoß verwandelte Kai Havertz in der fünften Minute der Nachspielzeit sicher, sodass es mit einer 3:1-Führung für Deutschland in die Pause ging.
Musiala mit dem frühen 4:1 nach der Pause
Die zweite Halbzeit begann für die deutsche Auswahl ebenso ideal, wie die erste, nur dass man sogar noch früher das Tor erzielte. So spielte in der 47. Spielminute Joshua Kimmich einen Sensationspass auf den eifrigen Jamal Musiala, der dann aus spitzem Winkel trocken abzog und zum 4:1 vollendete. Hiernach hatten die Schützlinge von Bundestrainer Julian Nagelsmann noch einige gute Chancen, vor allem in Person vom glücklosen Leroy Sané, ließen vorne aber die Kaltschnäuzigkeit vermissen. So schlichen sich wieder einige kleinere Nachlässigkeiten ins deutsche Spiel ein, die aber keine negativen Konsequenzen mit sich brachten.
Deniz Undav überragt nach Einwechslung
In der 68. Spielminute jedoch legte der zwischenzeitlich eingewechselte Deniz Undav clever auf den starken Nathaniel Brown ab, der per Volley dann das 5:1 aus deutscher Sicht erzielte. Undav, der nach seiner Einwechslung eine echte Bereicherung war, krönte dann seine eigene Leistung in der 78. Spielminute selbst, indem er nach einem überlegten Querpass von Joshua Kimmich das 6:1 erzielte. Damit war aber noch nicht Schluss, denn in der 88. Spielminute eroberte Leon Goretzka im Mittelfeld den Ball und Deniz Undav schickte Kai Havertz auf die Reise, der per Lupfer das 7:1 erzielte. Das war dann auch der letzte Treffer in dieser Partie. Deutschland wurde am Ende der Favoritenrolle gerecht und erzielte den bisher höchsten Sieg bei diesem Turnier. Am kommenden Samstag, den 20. Juni geht es dann fürs deutsche Team um 22:00 Uhr (MEZ) in Toronto gegen die Elfenbeinküste, während Curaçao am 21. Juni um 2:00 Uhr morgens (MEZ) in Kansas City gegen Ecuador ran muss.
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