Endlich Beşiktaş-Boss: Wie Orkun Kökçü zurück zu alter Stärke fand

Seit Wochen ist Orkun Kökcü in bestechender Form und fungiert bei Beşiktaş regelmäßig als Alleinunterhalter. In der ersten Saisonhälfte galt der von Benfica Lissabon verpflichtete Mittelfeldstar noch als vielleicht größter Transferflop aller Zeiten. Was für die Wende sorgte und was ihn aktuell so stark macht. 

Beim Blick auf den Spielberichtsbogen von Besiktas‘ 2:1-Heimsieg gegen Kasımpaşa am vergangenen Donnerstagabend brauchte es nicht lange, um den Spieler des Spiels ausfindig zu machen. Mit einem Tor und einer direkten Vorlage schwang sich Orkun Kökçü zum Matchwinner auf – mal wieder. Der Mittelfeldstar der Schwarz-Weißen ist seit Wochen in bestechender Form, manche TV-Experten in der Türkei nennen ihn bei der Frage nach dem generell formstärksten Akteur aktuell in der Süper Lig. Gegen Kasımpaşa überzeugte Kökçü neben einer zielgenauen Flanke auf Sturmkollege Oh und einem brillanten Heber ins gegnerische Tor auch wieder mit großer Laufbereitschaft, Spielwitz und Kommunikationsstärke.

Top-Form trotz 30 Tage Fasten

"Wir haben Orkuns Position während der Saison verändert. In der ersten Hälfte spielte er eher als Sechser, in der zweiten Hälfte setzen wir ihn weiter vorne ein", erklärte BJK-Trainer Sergen Yalçın nach dem Kasımpasş-Spiel. Was sich inzwischen als die einzig richtige Option herausstellte. In den vergangenen neun Partien war Kökcü an acht Beşiktaş-Treffern direkt beteiligt. "Orkun hat ein unglaubliches Talent. Er erzielt Tore und bereitet in jedem Spiel weitere vor. Er spielt ein anderes Spiel", schwärmt Yalçın über seinen Kapitän. Dass Kökçü als einziger Spieler im Kader die vergangenen 30 Tage ohne Unterbrechung gefastet hat, nötige seinem Trainer zusätzlichen Respekt ab. "Trotzdem ist seine körperliche Verfassung sehr gut und er wird sich weiter verbessern. Er übernimmt Verantwortung für die Mannschaft."

"Wie ich im Winter-Trainingslager schon sagte …"

Interessant auch Kökçüs eigene Erklärung, warum es in diesem Kalenderjahr bislang so viel besser läuft als über weite Teile des Herbstes. "Wie ich im Winter-Trainingslager schon sagte, hatte ich das Gefühl, dass ich nach dem ersten Tor anfangen würde, regelmäßiger zu treffen. Im Fußball ist das oft so, es ist aber nicht immer zu erklären." Für ihn sei der erste Treffer – am 26. Januar 2026 beim 2:2 gegen Eyüpspor – offenbar genau der Moment gewesen, der vieles gelöst habe. "Beim Warten auf das erste Tor wird man immer aufgeregter und tut unvernünftige Dinge. Danach war ich gelöster, spielte lockerer, meine Leistung verbesserte sich." Gegen Kasımpaşa erzielte der der 25-Jährige nun bereits sein sechsten Saisontor.