Türkische Basketball-Nationalmannschaft wird Dritter beim DBB-Supercup

Am Wochenende trat die türkische Basketball-Nationalmannschaft beim DBB-Supercup in Hamburg an, der jährlich vom Deutschen Basketball Bund (DBB) organisiert wird. Nach einer knappen Niederlage im Halbfinale gegen Kroatien sicherten sich "12 Dev Adam" den dritten Platz mit einem 99:84 gegen Tschechien.

Ohne Alperen Şengün und Tarik Biberović, aber dennoch mit einem schlagkräftigen Kader musste sich die Türkei mit der Bronzemedaille beim hochklassig besetzten DBB-Supercup begnügen. Die sportliche Relevanz des meist im August stattfindenden Turniers ist über einfachen Testspielen anzusiedeln, bewegt sich aber selbstredend deutlich unterhalb von Welt- oder Europameisterschaften. So reiste die Mannschaft von Trainer Ergin Ataman durchaus mit Ambitionen, das Finale des prestigeträchtigen Kräftemessens zu erreichen, nach Hamburg. Zum Einzug ins Endspiel fehlte den Türken dann auch nicht viel, doch ein erfolgreicher Dreipunktewurf von Mario Hezonja fünf Sekunden vor der Schlusssirene entschied das Halbfinale mit 95:94 zugunsten Kroatiens. Die Möglichkeit zur finalen Wende vergab Malachi Flynn, eingebürgerter US-Amerikaner in Diensten von Bahçeşehir Koleji, wobei "12 Dev Adam" ein vermeintliches Foul monierten.

Klarer Erfolg gegen Tschechien

Durch die Niederlage der Türkei war eine Neuauflage des EM-Endspiels von 2025 vom Tisch, denn im anderen Halbfinale setzte sich Deutschland souverän mit 115:82 gegen Tschechien durch. Nicht ganz so deutlich wie die DBB-Auswahl, aber ebenfalls hochverdient behielten auch die Halbmondsterne im Duell gegen die Osteuropäer die Oberhand. Beim 99:84-Sieg im Spiel um Platz drei am Samstagabend überzeugte insbesondere Center Ömer Faruk Yurtseven mit 21 Punkten und fünf Rebounds in nur 17 Minuten Einsatzzeit. Das Finale gegen Kroatien gewann Deutschland, angeführt von Bayern-Profi Oscar da Silva, mit 96:87. Während die Türkei im Rahmen des DBB-Supercups offensiv insgesamt zu überzeugen wusste, besteht in der Verteidigung noch Spielraum zur Optimierung. Defensiv besser machen kann es die Türkei schon bald in der WM-Qualifikation: Kommenden Freitag empfängt man Litauen in Istanbul, ehe es am 31. August zum Underdog nach Island geht.

Foto: X / TBF