LJUBLJANA, SLOVENIA - JULY 10: Arda Turan, Head Coach of Shakhtar, speaks to the media in a post match press conference following the UEFA Europa League 2025/26 First Qualifying Round First Leg match between Shakhtar and Ilves at Stadion Stozice on July 10, 2025 in Ljubljana, Slovenia. (Photo by Jurij Kodrun/Getty Images)

Shakhtar-Coach Arda Turan äußert sich zu Nationaltrainer-Gerüchten

Als möglicher Nachfolger von Vincenzo Montella gehandelt

Der türkische Fußballverband ist nach der Entlassung von Vincenzo Montella als Nationaltrainer der türkischen Nationalmannschaft noch auf der Suche nach einem neuen Coach, wobei bislang noch nichts entschieden ist. Als einer der aussichtsreichsten Kandidaten gilt dabei Cheftrainer von Shakhtar Donetsk, Arda Turan. Dieser hat sich nun erstmals öffentlich zu den Gerüchten geäußert. 

Seit der Freistellung von Vincenzo Montella sucht der türkische Fußballverband TFF noch nach einem Nachfolger, der in Zukunft von der Seitenlinie aus die Geschicke der türkischen Nationalmannschaft leiten soll. Ein Name, der immer wieder in den Medien als möglicher Kandidat genannt wird, ist der des einstigen Nationalspielers Arda Turan. In der offiziellen Pressekonferenz vor dem CL-Ligaphasen-Spiel seines aktuellen Vereins Shakhtar Donetsk gegen AEK Athen am Mittwochabend wurde die türkische Fußball-Legende auf diese Gerüchte angesprochen, wobei er tatsächlich erstaunlich offen antwortete.

Arda Turan ist von der heimischen Unterstützung gerührt 

"Ich kann gar nicht beschreiben, welch große Ehre dies für eine Person ist. Als jemand, der in der Vergangenheit in allen Bereichen der Nationalmannschaft gespielt hat, ist es mir unmöglich, die Ehre und Gefühle zum Ausdruck zu bringen, die mich derzeit durchströmen. Es ist wahrlich aufregend zu sehen, wie sich Menschen um meinen Namen sammeln nach so langer Zeit der Abstinenz. Ich kann gar nicht beschreiben, was ich fühle. Ich sage dies von tiefstem Herzen, wie sehr ich mein Land liebe und wie sehr ich unsere Flagge liebe.", so der 100-malige türkische Nationalspieler, angesprochen auf die Forderungen vieler Fans, ihn als künftigen Nationaltrainer zu sehen.

Galatasaray-Legende sieht sich noch als zu unerfahren 

"Aber manchmal gibt es auch andere Wege, seinem Land zu helfen oder ihm zu dienen als einfach die Landesflagge auf der Brust zu tragen. Manchmal kann man sein Land auch repräsentieren, indem man die Flagge auch in anderen Teilen der Welt schwenkt. Ich möchte meinen grenzenlosen Dank für die Unterstützung in meinem Land zum Ausdruck bringen, für die Liebe, die die Menschen mir entgegenbringen. Aber vielleicht ist es als noch unerfahrener Trainer sinnvoller, wenn ich zunächst noch weiterhin andernorts an der Seitenlinie stehe, weiter lerne und mich in meinem jungen Alter weiterentwickle und die Flagge meines Landes repräsentiere an Orten, wo es vielleicht nicht auf dem ersten Blick als notwendig erscheint."

Turan bekennt sich zu Shakhtar Donetsk 

"Auf der anderen Seite habe ich den Menschen hier im Verein durch meinen Vertrag ein versprechen gegeben. Es gibt hier Kinder, deren Träume ich teile und gibt auch noch den Präsidenten, den Sportvorstand, das Management und all jene anderen, die für ihren Klub in dieser schwierigen Zeit alles geben. Ich kann die Leute nicht im Stich lassen. Ich kann mein Land auch andernorts repräsentieren, doch gibt es bei alledem auch eine Sache, die mich stört; und zwar habe ich den Eindruck, dass man versucht, mich zu verleiten. Als türkischer Staatsbürger lasse ich mich nicht verleiten und sowas gefällt mir nicht. So habe ich mich bei früheren Angeboten noch nie gefühlt. Es gibt Angebote, die man sich vorstellen oder sich zumindest anhören kann, doch manchmal wissen Träume den richtigen Zeitpunkt besser als die Menschen selbst. Also, für die Dauer meines Vertrags (Vertragsende 30.6.2027) bin ich durch unerschütterliche Loyalität an Shakhtars Träume gebunden und, noch viel wichtiger, an meine Spieler, denen ich ein Versprechen gegeben habe. Ich hoffe, damit ist die Sache geklärt."

Foto: Jurij Kodrun / Getty Images