Nach dem hitzigen CL-Playoff-Rückspiel gegen Lyon hat die UEFA-Disziplinarkommission deutliche Strafen ausgesprochen. Neben Fener-Star Guendouzi, der sowohl mit einer Sperre als auch einer Geldstrafe belegt wurde, werden auch beide Klubs zur Kasse gebeten.
Der Einzug in die Ligaphase der Champions League hat für Fenerbahçe ein Nachspiel. Nachdem es nicht nur vor und während der Partie, sondern auch nach Schlusspfiff gegen den französischen Vertreter Olympique Lyon zu Tumulten gekommen war, hat die UEFA nun beide Vereine mit Strafen sanktioniert. Im Mittelpunkt stand dabei unter anderem Fener-Star Matteo Guendouzi, der nach Provokationen der Lyon-Fans vor Spielbeginn mit dem Mittelfinger in Richtung der Tribünen zeigte, und nach Schlusspfiff im Kabinengang gar in einer Auseinandersetzung mit einem gegnerischen Fan verwickelt war. Die UEFA-Disziplinarkommission hat den Franzosen, der in der Vergangenheit für den Lyon-Rivalen Olympique Marseille unter Vertrag stand, nun für vier Spiele gesperrt, wobei zwei davon für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt wurden. Demnach habe der Mittelfeldspieler mit Beleidigungen gegen Personen und auch Zuschauern gegen die Verhaltensregeln verstoßen. In Folge dessen wurde der 27-Jährige mit einer Geldstrafe von 50.000 Euro sanktioniert. Wie Fenerbahçe per Pressemitteilung bestätigt, werde man allerdings die von der UEFA verhängten Strafen rechtlich prüfen und die erforderlichen Schieds- und Einspruchsverfahren vor dem UEFA-Schiedsgericht einleiten.
Kamuoyuna Duyuru
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— Fenerbahçe SK (@Fenerbahce) September 4, 2026
Auch Greenwood wird bestraft
Nach Schlusspfiff wurde Guendouzi beim Gang in die Kabine von einem Lyon-Fan angegangen, woraufhin es zu einer Auseinandersetzung mit mehreren Spielern und Verantwortlichen gekommen war. Mit involviert war auch Neuzugang Mason Greenwood, dessen Verhalten auch von der UEFA geahndet wird. Anders als Guendouzi, wird der Engländer nur für eine Partie gesperrt, wobei diese für ein Jahr auf Bewährung ausgesetzt ist. Darüber hinaus ist eine Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro fällig. Die beiden Vereine hingegen müssen auch Geldstrafen begleichen. Während Gastgeber Lyon 108.500 Euro zahlen muss, wird der amtierende türkische Vizemeister mit einem Betrag von 95.000 Euro zur Kasse gebeten.
Sportlich setzte sich Fenerbahçe im Playoff-Spiel-Rückspiel dank der Treffer von Muriqi und Brown knapp mit 2:1 durch. Nach einer langen Durstrecke kehren die "Kanarienvögel" nach 18 Jahren wieder zurück in die Königsklasse. Sollte die UEFA-Sperre bestehen bleiben, wird man zumindest in zwei Partien ohne den wichtigen Leistungsträger Guendouzi auskommen müssen.
Foto: Ahmad Mora/Getty Images
