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SANTA CLARA, CALIFORNIA - JUNE 19: Referee Ivan Barton issues a yellow card to Matias Galarza #23 of Paraguay during the FIFA World Cup 2026 Group D match between Türkiye and Paraguay at San Francisco Bay Area Stadium on June 19, 2026 in Santa Clara, California. (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

0:1! Montella und Co. enttäuschen erneut die gesamte Nation – Türkei ausgeschieden!

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Die Türkei ist ausgeschieden! Nach der bitteren Auftaktniederlage gegen Australien stand die türkische Nationalmannschaft bereits im zweiten Gruppenspiel des Turniers unter Zugzwang. Im San Francisco Bay Area Stadium traf die Mannschaft von Vincenzo Montella auf Paraguay, das seinerseits nach dem deutlichen 1:4 gegen die USA auf Wiedergutmachung aus war. Doch am Ende stand ein enttäuschendes 0:1 auf der Anzeigetafel.

Für beide Teams ging es damit früh im Turnier um wichtige Punkte im Kampf um das Weiterkommen. Montella schickte folgende Startelf aufs Feld: Uğurcan, Mert Müldür, Merih, Abdülkerim, Ferdi, İsmail, Hakan, Arda, Kenan, Yunus, Kerem. Vincenzo Montella hatte vor dem Spiel noch betont, wie fokussiert und geschlossen seine Mannschaft in diese richtungsweisende Partie gehe. Nach der Auftaktniederlage gegen Australien habe man daher viel gesprochen, Türkiye sei hochmotiviert und auf verschiedene Grundordnungen Paraguays vorbereitet. Der Nationaltrainer rechnete schon vorab mit einem umkämpften und engen Spiel. Und kaum hatte die Partie begonnen, war der türkische Matchplan bereits erschüttert.

Kalte Dusche direkt zu Beginn

Der denkbar schlechteste Start ließ nicht lange auf sich warten. Noch keine zwei Minuten waren gespielt, da lief Türkiye dem nächsten Rückschlag bei dieser WM bereits hinterher. Paraguay presste früh, zwang die türkische Defensive zum Ballverlust und schaltete anschließend blitzschnell um. Miguel Almirón legte vor dem Strafraum quer auf Matías Galarza, der aus rund 20 Metern mit links abzog und den Ball flach im rechten Eck versenkte. Uğurcan Çakır streckte sich, doch vergeblich – Paraguay führte früh mit 1:0 (2.), während Türkiye sofort unter enormem Druck stand.

Paraguay defensiv stabil

Türkiye musste sich nach diesem Schock zunächst sammeln, suchte aber nach rund einer Viertelstunde erstmals den Weg nach vorne. Kerem Aktürkoğlu trieb den Ball über die rechte Seite nach vorne und fand Arda Güler, dessen Abschluss in der 13. Spielminute jedoch am Tor vorbeiging. Die Mannschaft von Montella setzte sich von da an immer häufiger in der gegnerischen Hälfte fest, während Paraguay sich tief zurückzog und auf eine kompakte Defensive verließ. Wenig später holte Kenan Yıldız auf der linken Seite einen Freistoß heraus. Hakan Çalhanoğlu versuchte es direkt auf das kurze Eck, Paraguays Abwehrchef Gustavo Gómez klärte jedoch per Kopf zur Ecke. Bis zur ersten Trinkpause blieb es damit beim gleichen Bild: Türkiye drückte und bestimmte das Spiel, Paraguay verteidigte mit viel Einsatz und hielt den knappen Vorsprung.

Alu-Pech verhindert den Ausgleich

Türkiye erhöhte in der Folge weiter den Druck, doch Paraguay blieb bei Kontern gefährlich. In der 32. Spielminute kombinierte sich die Montella-Elf flüssig über die linke Seite in den Strafraum, ehe İsmail Yüksek von Cáceres fair vom Ball getrennt wurde. Die größte Chance auf den Ausgleich hatte Türkiye in der 35. Spielminute. Hakan Çalhanoğlu brachte einen Freistoß in den Strafraum, wo Mert Müldür mit dem Kopf an den Ball kam. Gustavo Gómez fälschte noch leicht ab, anschließend prallte der Ball erst an die Latte, dann an den rechten Pfosten und schließlich zurück ins Feld. Es war die bis dahin beste Möglichkeit der Türkei – und zugleich riesiges Pech.

Kuriose Szene vor dem Halbzeitpfiff

Kurz vor der Pause wurde es dann hektisch. Nach einem Zweikampf kam es zur Rudelbildung, die Partie war unterbrochen und der VAR schaltete sich ein. Nach Ansicht der Bilder zeigte der Schiedsrichter Miguel Almirón die Rote Karte. Der paraguayische Routinier hatte sich im Wortwechsel mit Mert Müldür die Hand vor den Mund gehalten – ein Verhalten, das nach den neuen Vorgaben geahndet wurde. Paraguay musste damit in Unterzahl weiterspielen. Damit endete eine wilde erste Hälfte mit einem bitteren Zwischenstand für Türkiye, aber auch mit neuer Hoffnung.

Türkiye versucht dranzubleiben

Montella reagierte mit mehreren Wechseln und brachte unter anderem Barış Alper Yılmaz, Deniz Gül und Can Uzun, der zu seinem WM-Debüt kam. Die türkische Mannschaft blieb am Drücker, lief sich aber wiederholt fest. Nach dem Seitenwechsel stellte Paraguay in Unterzahl noch defensiver um und zog sich fast vollständig vor und in den eigenen Strafraum zurück. Türkiye drückte weiter, fand gegen den kompakten Abwehrriegel aber kaum klare Lösungen. Merih Demiral zwang Gill kurz nach Wiederbeginn aus der Distanz zum Eingreifen (47.), Kenan Yıldız traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz (49.). Hakan Çalhanoğlu setzte einen Volley aus der Drehung deutlich über das Tor (57.), ein abgefälschter Abschluss von Demiral zwang Gill zu einer starken Fußabwehr (59.). Auf der Gegenseite hätte Enciso nach einem Konter sogar beinahe auf 2:0 gestellt, verfehlte das Tor aus aussichtsreicher Position jedoch (60.).

In der Schlussphase wurde der Druck der Türkei immer größer, doch die Präzision fehlte. Deniz Gül köpfte zu harmlos in die Arme von Gill (62.), Yıldız verfehlte aus guter Position das lange Eck (63.), Abdülkerim Bardakcı prüfte den paraguayischen Schlussmann (74.) und Mert Müldür brachte einen Kopfball nicht aufs Tor (78.). Auch Demiral ließ aus kurzer Distanz eine weitere Möglichkeit liegen (80.). Paraguay rettete somit den knappen Vorsprung mit großem Einsatz über die Zeit, während Türkiye trotz langer Überzahl ohne Tor blieb. Damit scheidet die Türkei bereits nach dem zweiten Spieltag aus der WM 2026 aus.

Foto: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images