Nach verpasster Meisterschaft: Fenerbahçe mit erneuter Schiedsrichter-Kritik

Nach dem 3:0-Auswärtssieg von Fenerbahçe bei Konyaspor hat sich Vorstandsmitglied Ertan Torunoğulları zum Saisonabschluss geäußert. Während Galatasaray die Meisterschaft perfekt machte, richtete Torunoğulları den Blick vor allem auf den Verlauf der Spielzeit und erneuerte dabei die Kritik der Gelb-Marineblauen an mehreren Entscheidungen.

Fenerbahçe beendete die Saison zwar mit einem klaren Erfolg, musste im Titelrennen aber erneut dem Erzrivalen den Vortritt lassen. Entsprechend deutlich fiel die erste Reaktion aus dem Lager der Kanarienvögel aus.

Torunoğulları spricht vom "Sakın-ha-Jahr"

Torunoğulları erklärte nach der Partie, die Saison sei nun beendet, griff dabei aber erneut eine Formulierung auf, die rund um Fenerbahçe bereits zuvor für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. "Die ‚Sakın-ha-Saison‘ ist vorbei. Den Fußballfans soll die ‚Sakın-ha-Saison‘ viel Glück bringen", sagte das Vorstandsmitglied. Damit spielte Torunoğulları auf die aus Sicht Fenerbahçes umstrittenen Entwicklungen im Saisonverlauf an. Der Klub habe nach eigenen Angaben von Beginn an versucht, auf strukturelle Probleme aufmerksam zu machen.

Fenerbahçe wollte Klubvertreter im VAR-Raum

Torunoğulları verwies zudem auf einen Antrag, den Fenerbahçe im Laufe der Saison an den Verband gestellt habe. Demnach habe der Klub vorgeschlagen, dass jeder Verein einen Vertreter in den VAR-Raum entsenden dürfe. So sollten Vorgänge rund um den Videoassistenten transparenter gemacht werden. Nach Aussage Torunoğullarus sei dieser Vorschlag vom Verband zwar angenommen worden, allerdings habe kein anderer Verein darauf reagiert oder öffentlich erklärt, diese Idee ebenfalls zu unterstützen.

Kritik auch nach dem Konyaspor-Spiel

Auch beim abschließenden 3:0 gegen Konyaspor sah Torunoğulları erneut strittige Szenen. Man habe frühere Schiedsrichter nach ihrer Einschätzung gefragt. Diese hätten nach seiner Darstellung erklärt, dass der erste Treffer aus einer Abseitsposition entstanden sei und der gegebene Elfmeter keiner gewesen sei. "Seit Saisonbeginn geht das so weiter", sagte Torunoğulları weiter. Zugleich kündigte er an, dass Fenerbahçe seinen Kampf fortsetzen werde. Auch mit den künftigen Verantwortlichen wolle man gemeinsam weiter für die Interessen des Vereins eintreten.