Am 33. Spieltag der Süper Lig empfing Galatasaray Antalyaspor. In einem höchst aufregendem Spiel, indem sich die Gäste aus Antalya sehr wehrhaft zeigen, gewinnt Galatasaray am Ende spät aber dennoch verdient mit 4:2 und sichert sich damit vorzeitig vor heimischem Publikum Meistertitel Nummer 26. Die Mannen des Spiels waren hierbei einerseits Victor Osimhen, der durch seine beiden Treffer am Sieg wesentlichen Anteil hatte, andererseits aber auch Noa Lang, der gleich bei drei Galatasaray-Toren beteiligt war und sein Team über die vollen 90 Minuten immer wieder antrieb.
Im Vergleich zur 1:4-Auswärtsniederlage bei Samsunspor traf der türkische Rekordmeister an diesem Abend mit zwei Änderungen in der Startelf an, wonach Uğurcan Çakır und İlkay Gündoğan Günay Güvenç und Mario Lemina ersetzten. Bei Antalyaspor wiederum, das zuletzt 0:0 zuhause gegen Alanyaspor gespielt hatte, gab es in der Anfangsaufstellung fünf Änderungen. Hier spielten anstelle von Julián Cuesta, Erdoğan Yeşilyurt, Veysel Sarı, Ramzi Safouri und Sander van de Streek stattdessen Abdullah Yiğiter, Kenneth Paal, Lautaro Giannetti, Dario Šarić und Abdülkadir Ömür.
Antalyaspor geht kurz vor der Pause in Führung
Nach einer eher verhaltenden Anfangsphase begann Galatasaray letztlich doch, vermehrt nach vorne zu spielen und den Abschluss zu suchen, während die Gäste sich hinten reinstellten, die Bälle leidenschaftlich herausköpften und auf den gelegentlichen Konter zu lauern. Die längste Zeit war Gala dabei drückend überlegen und Victor Osimhen, Leroy Sané & Co. versuchten vieles, ohne dabei aber zwingend zu werden, was sich kurz vor der Halbzeitpause aber rechen sollte, als İlkay Gündoğan im Mittelfeld schlief und Antalyaspor so einen Angriff ausspielen konnte, bei dem Bünyamin Balcı in der dritten Minute der Nachspielzeit von rechts den Ball in die Mitte flanken konnte, wo Soner Dikmen dann richtig stand und die Kugel mit der linken Schulter zum 1:0 ins lange Eck bugsierte. So ging es dann mit einem überraschenden Rückstand für die "Löwen" in die Halbzeitpause.
Gala gleicht früh aus, Antalyaspor schlägt aber zurück
Zu Beginn der zweiten Halbzeit, wo die beiden enttäuschenden Deutschen İlkay Gündoğan und Leroy Sané in der Kabine blieben, machte Galatasaray dann enormen Druck, um möglichst schnell den Ausgleich zu erzielen. Dieser fiel dann auch in der 56. Spielminute als Barış Alper Yılmaz nach einer wunderbaren Hereingabe von Noa Lang per Kopf auf den eingewechselten Mario Lemina ablegte, der zum insgesamt hochverdienten 1:1 einnickte, was den RAMS Park natürlich stimmungstechnisch wiederbelebte. Die Führung hielt aber nicht lange, denn kaum sechs Minuten später war es erneut der starke Dikmen, der aus über 25 Metern Torentfernung einen perfekten direkten Freistoß in den Winkel nagelte, sodass Uğurcan Çakır im Galatasaray-Kasten überhaupt keine Abwehrmöglichkeit mehr blieb.
Victor Osimhen per Elfmeter zum 2:2
Aber auch dieser erneute Rückschlag ließ Galatasaray nicht aufgeben, denn die Mannen von Cheftrainer Okan Buruk machten unermüdlich weiter und nur wenige Minuten nach dem 1:2 war es Victor Osimhen, der einen Elfmeter für sein Team herausholte, den er in der 66. Spielminute dann auch souverän zum 2:2 verwandelte. Dieses Ergebnis war aber noch nicht genug, um sich vorzeitig die Meisterschaft zu sichern, weshalb die Gelb-Roten weiter anliefen und vor allem in Person von Victor Osimhen und Noa Lang immer wieder den Abschluss suchten.
Osimhen und Ayhan machen den Deckel drauf
Die Erlösung kam dann in der 88. Spielminute, als Victor Osimhen nach einer ganzen Angriffskette letztlich von Noa Lang eingesetzt wurde und die Kugel, noch entscheidend von einem Antalyaspor-Spieler abgefälscht, zum 3:2 in Richtung gegnerisches Tor bugsierte. Der RAMS Park glich hiernach einem Tollhaus und die Fans rasteten regelrecht aus. Das war dem designierten Meister aber noch nicht genug, denn in der 95. Spielminute war es erneut Noa Lang, der den Ball weit auf den inzwischen eingewechselten Mauro Icardi spielte, der die Kugel festmachte und in die Mitte auf den ebenfalls eingewechselten Kaan Ayhan spielte, der die Nerven behielt und zum 4:2 einschob. Das war dann auch gleichzeitig das Endergebnis, was für Galatasaray die vierte türkische Meisterschaft in Folge und insgesamt Meistertitel Nummer 26 bedeutete. Der Sieg war auch notwendig, da Fenerbahçe im Parallelspiel Konyaspor souverän mit 3:0 schlug. Als nächstes geht es dann für Galatasaray am Sonntag, den 17 Mai auswärts zum Schaulaufen gegen Kasımpaşa, während Antalyaspor am gleichen Tag dann Kocaelispor empfängt.
