Auch das zweite Testspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung hat Galatasaray verloren, wieder deutlich – diesmal setzte es gegen den FC Venedig eine 0:3-Pleite. GS-Trainer Okan Buruk war im Anschluss bemüht, die Wichtigkeit des Vorbereitungskicks einzuordnen, musste sich aber abermals vor allem den Fragen bezüglich ausbleibender Transfers stellen.
"Das Wichtigste, worüber wir heute nachdenken müssen, ist, dass wir zu viele einfache Torchancen zugelassen haben. Müdigkeit und das intensive Training spielen sicherlich eine Rolle, aber wir müssen unsere Defensivstellung verbessern", diagnostizierte Okan Buruk nach der zweiten Niederlage im zweiten Testspiel der Sommervorbereitung. Im Rahmen des österreichischen Trainingslagers trafen die "Löwen" am Montagabend auf den FC Venedig. Gegen den Serie-A-Aufsteiger fiel dem türkischen Meister lange Zeit wenig ein, wegen gleich drei Gegentoren in der Schlussviertelstunde stand am Ende die etwas zu hoch ausgefallene Niederlage. Unrühmlicher Höhepunkt: Beim Stand von 0:2 verschoss Barış Alper Yılmaz sogar noch einen Elfmeter.
Barış Alper Yılmaz, penaltı atışından yararlanamadı. pic.twitter.com/3FjBwYP30y
— S Sport Plus (@ssportplustr) July 27, 2026
Okan Buruk wollte die Niederlage im Anschluss nicht zu hoch bemessen. "Für die Nationalspieler sind zum Beispiel erst sieben Tage vergangen. Eigentlich ist es sogar noch zu früh, ihnen Spielzeit zu geben, aber sie wollten unbedingt spielen", ordnete der 52-Jährige ein. Neben den türkischen Nationalspielern stand auch Leroy Sané erstmals wieder für Galatasaray auf dem Rasen. Der DFB-Nationalspieler verlor vor dem Gegentreffer zum 0:3-Endstand den Ball im Dribbling. "Diese Woche dient uns als Übergangswoche. Wir bleiben noch drei Tage hier und steigern dann die Intensität. Es ist aber einfach wichtig, diese Phase verletzungsfrei zu überstehen", erklärte Buruk weiter.
"Und wir versuchen, das so schnell wie möglich zu tun …"
Im Zuge des nächsten nicht gerade überzeugenden Auftritts des türkischen Meisters interessierte sich die anwesende Presse aber vor allem erneut für die aktuellen Transfer-Verhandlungen. Und erneut musste Buruk um Geduld bitten: "Unser Präsident, unsere Geschäftsleitung, wir alle hätten es vorgezogen, die Transfers so schnell wie möglich abzuschließen, am besten noch, bevor wir hierher gekommen sind. Aber ich sage weiterhin: Transfers sind nichts, was man auf dem Markt einfach so durchführt. Man muss den Spieler und seinen Verein überzeugen. Der Spieler muss auch die gewünschte Qualität mitbringen." Sehr wohl wisse er, dass der Kader Optimierungsbedarf besitze, die aktuelle Marktlage mit sehr hohen Ablösesummen erfordere aber einen etwas längeren Atem, so Buruk. Schließlich wolle man nicht irgendwelche Spieler, sondern die besten. Eines könne der viermalige Meistertrainer aber garantieren: "Wir werden Transfers tätigen. Und wir versuchen, das so schnell wie möglich zu tun. Ich will, dass das jeder weiß."
