Nachdem Galatasaray über ein 1:1 gegen Kocaelispor nicht hinauskam, ist die türkische Meisterschaft nun ernsthaft gefährdet und Erzrivale Fenerbahçe ist nur noch zwei Punkte entfernt. Im direkten Duell in wenigen Wochen könnten die "Kanarienvögel" die "Löwen" sogar überholen. Trotz der zuletzt aufgekommenen Kritik an Gala-Coach Okan Buruk stärkt ihm nun Vereinspräsident Dursun Özbek den Rücken.
Durch die Niederlage gegen Verfolger Trabzonspor und das enttäuschende 1:1 gegen Kocaelispor – bereits das Hinspiel gegen den Außenseiter hatte man verloren – ist der türkische Meisterschaftskampf nun wieder richtig spannend. Zwar hatte Trabzonspor bei Alanyaspor zuletzt ebenfalls nur 1:1 gespielt, durch den 4:0-Sieg Fenerbahçes bei Kayserispor haben die Marineblau-Gelben nun alles in der eigenen Hand und bei Galatasaray fängt das große Zittern an – zumindest werfen einige Medienvertreter dies aktuell Okan Buruk, dem Cheftrainer der Gelb-Roten vor. Dessen Boss, Galatasaray-Präsident Dursun Özbek steht aber trotz der öffentlichen Kritik hinter dem Trainer, der den türkischen Rekordmeister zu drei Meisterschaften infolge führte.
Okan Buruk soll sich ausschließlich auf die Spiele konzentrieren können
Galatasaray-Präsident Dursun Özbek will sich nun wieder mehr ins Tagesgeschäft rund um die Mannschaft einbringen. Wie die türkische Zeitung "Milliyet" berichtet, hat der Klub-Boss dabei seinem Cheftrainer Okan Buruk vereinsintern sein Vertrauen ausgesprochen. Demnach solle sich dieser ausschließlich auf die Arbeit mit der Mannschaft beim Training und bei den Spielen beschäftigen, alle anderen Angelegenheiten könnten entweder warten, oder würde Özbek nach Möglichkeit selbst übernehmen, damit Buruk ungestört arbeiten kann.
Galatasaray-Vorstand darf nicht mehr gegen Rivalen sticheln
Auch mit der restlichen Galatasaray-Vereinsführung habe sich Dursun Özbek getroffen und eine klare Marschroute vorgegeben. Demnach seien polemische Aussagen, Sticheleien und Pöbeleien in Richtung der rivalisierenden Klubs, wie es in der Türkei eigentlich gewissermaßen Tradition ist, ausnahmslos zu unterlassen. Man wolle keinen neuen Nebenkriegsschauplätze aufmachen und den Medien neuen Stoff liefern, der den Druck auf die Mannschaft erhöhen könnte – vor allem dann nicht, wenn es mit dem Geschehen auf dem Rasen eigentlich nichts zu tun hat.
Transfergespräche der Spieler sind bis Saisonende verboten
Anschließend an die Gespräche mit dem Trainer und dem Vorstand habe sich Dursun Özbek auch noch einmal direkt an die Mannschaft gewandt und in der Kabine nach dem Training das Team beschworen, als Einheit aufzutreten und sich mit voller Konzentration dem großen Ziel, der vierten türkischen Meisterschaft infolge zu konzentrieren. Themen die davon ablenken würden, vor allem mögliche Transfergespräche seien untersagt und dürften erst nach dem letzten Spieltag wieder aufgegriffen werden. Diese Nachricht gelte es auch, an die jeweiligen Berater weiterzuleiten. Grundsätzlich habe der Galatasaray-Präsident beschlossen, bis zum Saisonende deutlich häufiger beim Trainingsgelände vorbeizuschauen.
