Bei Fenerbahçe neigt sich eine turbulente Woche dem Ende entgegen. Am Samstag tritt der Tabellenvierte der Süper Lig bei Aufsteiger Gaziantep an. Während zahlreiche Stammkräfte gegenüber dem Pokalspiel in Kayseri zurückkehren dürften, ist Trainer Ersun Yanal weiterhin angeschlagen. Das Aus von Sportdirektor Damien Comolli schwingt zudem weiter mit.

Was war das für eine Woche bei den "Kanarienvögeln". Nach der erfolgreichen Hinrunde, in der man gegenüber der vergangenen Saison oft spielerisch überzeugen konnte und das Umfeld über die komplette Zeit ruhig blieb, hängt nun der Haussegen schiefer denn je. Nach dem Desaster rund um den Transfer von Verteidiger Simon Falette ist Damien Comolli bei Fenerbahçe Geschichte. Der französische Sportdirektor überwarf sich erneut mit Präsident Ali Koç und dankte – mitten in der Transferperiode und einem bevorstehenden Deal mit Wunschspieler Ricardo Rodriguez – ab. Dazu kommt der in der Öffentlichkeit ausgetragene Streit mit dem türkischen Fußballverband und deren Regeln bezüglich der finanziellen Ausgabelimits. Fenerbahçe klagte gegen den TFF und kassierte vom Verband eine krasse Abfuhr. Auf Grund der knappen Zahlungsfähigkeit droht nun sogar der Ausverkauf und der Verlust von Top-Spielern wie Max Kruse, der nach nur sechs Monaten wieder auf dem Markt sein soll.

Ersun Yanal widerspricht Ratschlag der Ärzte

Ganz nebenbei wird beim Kadıköy-Klub auch noch Fußball gespielt. Am Dienstag kam die Mannschaft beim Achtelfinal-Hinspiel im türkischen Pokal in Kayseri nicht über ein torloses Remis hinaus. Zahlreiche Stammkräfte wurden dort noch geschont. Die erste Mannschaftsriege um Max Kruse, Vedat Muriqi, Luiz Gustavo, Serdar Aziz oder auch Ozan Tufan und Garry Rodrigues dürfte für das Duell am Samstag in Gaziantep wieder in die Startformation rutschen. Auch Trainer Ersun Yanal wird dann wieder an der Seitenlinie stehen. Wegen eines grippalen Infekts war der 58-jährige Cheftrainer gegen Kayseri noch außer Gefecht. Auch für das Spiel gegen Gaziantep sollen ihm die Ärzte noch eine Ruhepause verordnet haben. Doch Yanal erklärte: "Wir haben ein wichtiges Spiel vor der Brust. Ich muss die Mannschaft anführen."