Rückrundenauftakt für Fenerbahçe! Gegen Gaziantep wollten die „Kanarien“ die guten Ergebnisse des Winters bestätigen. Nach einer schwachen ersten Halbzeit sorgten Kruse und Muriqi schließlich für die drei Punkte.

Ersun Yanal (der trotz Grippe wieder an der Seitenlinie stand) verzichtete dabei bei seiner Aufstellung auf große Veränderungen. Aziz für Zanka und Belözoğlu für Türüç hießen die einzigen Neuen im Vergleich zum letzten Ligaspiel.

Zu Beginn entwickelte sich eine hektische Partie mit vielen Fouls und Nickeligkeiten. Fenerbahçe konnte zwar das Spiel machen, lief aber auch das ein ums andere Mal in die gefährlichen Konter der Gastgeber. Insgesamt präsentierte sich die Defensive der Gelb-Blauen allerdings zumeist sattelfest. Dazu bemühten sich vor allem die beiden Brasilianer Jaílson und Gustavo auffällig im Spielaufbau von hinten. Bis zur ersten nennenswerten Chance dauerte es allerdings 40 Minuten. Dann ging ein Kopfball von Aziz knapp über die Latte. Eine weitere Kopfballchance konnte Muriqi kurz vor der Pause nicht im Tor unterbringen und so endete eine äußerst schwache erste Hälfte mit 3:2 gelben Karten und 0:0 Toren.

Späte Entscheidung in einem hart geführten Spiel

Yanal reagierte auf den schwachen ersten Durchgang und brachte nach dem Wechsel Rodrigues für den gelb-verwarnten Ciğerci. Dieser Wechsel schien sich direkt nach Wiederanstoß auch auszuzahlen. Der Linksaußen umkurvte Gaziantep-Torwart Günay Güvenc, setzte den Ball allerdings nur an den Pfosten. Beim Abpraller stand Muriqi dann im Abseits. Kurze Zeit später jubelten die „Kanarien“ aber zurecht: Muriqi flankte von der rechten Seite Richtung Elfmeterpunkt und dort nickte Max Kruse zu seinem dritten Saisontor ein (51.). Im Gegenzug rettete dann Bayındır die Führung per Fußabwehr. Der Knoten schien nun endlich geplatzt und Fenerbahçe präsentierte sich offensiver. Weder Rodrigues noch Muriqi oder Kruse konnten die Führung allerdings ausbauen, während die Gastgeber ihrerseits ebenfalls zu einigen hochkarätigen Chancen kamen. Und dies hätte sich kurz vor Schluss beinahe gerächt. Nur da dem Ausgleichstreffer von Kayode in der 87. Minute ein Foul vorausgegangen war und der VAR eingriff, blieb es bei der knappen Führung. Den Schlusspunkt setzten die Gäste dann erst in der Nachspielzeit. Türüç schickte Topstürmer Muriqi und der Kosovare netzte zum 2:0 ein (90.+3). Wegen Ballwegschlagens erhielt der Mittelstürmer schließlich noch die gelb-rote Karte, am harterkämpften Auswärtssieg änderte dies aber nichts mehr.

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