Fenerbahçe hat sich im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League eine gute Ausgangslage erarbeitet. Die Mannschaft von İsmail Kartal setzte sich im ersten Pflichtspiel der neuen Saison mit 1:0 gegen Górnik Zabrze durch und reist so mit einem knappen Vorsprung zum Rückspiel nach Polen. Den entscheidenden Treffer erzielte Anderson Talisca mit einem sehenswerten Freistoß bereits in der ersten Halbzeit.
Neu-Trainer Kartal hatte vor der Partie von zwei gelungenen Trainingslagern gesprochen, zugleich aber darauf hingewiesen, dass sein Kader noch nicht vollständig bei einhundert Prozent sei. Einige Spieler waren erst spät zur Mannschaft gestoßen, andere hatten mit Verletzungen oder den Folgen ihrer Länderspiele zu kämpfen. Mason Greenwood war noch nicht komplett fit, während Marco Asensio nach seinen Beschwerden zunächst ebenfalls nur als Option von der Bank zur Verfügung stand. Somit setzte Kartal bei seinem ersten Pflichtspiel der Saison unter anderem auf Mert Günok, Milan Škriniar, Nathan Aké, Nélson Semedo, Mattéo Guendouzi, Fred, İrfan Can Kahveci und Anderson Talisca. Die noch nicht vollständig fitten Neuzugänge Mason Greenwood und Marco Asensio nahmen zunächst auf der Bank Platz.
Bartuğ prüft früh den Gästekeeper – Mert Günok verhindert den Rückstand
Fenerbahçe verbuchte die erste gefährliche Aktion der Begegnung. Kerem setzte sich auf der linken Seite durch und legte anschließend auf Bartuğ Elmaz zurück. Der Mittelfeldspieler zog aus der Distanz wuchtig ab, doch Górniks Torhüter konnte den Ball mit Mühe abwehren (6.). Wenig später versuchte es auch Talisca. Nach einem Zuspiel von Fred kam der Brasilianer am rechten Rand des Strafraums direkt zum Abschluss, setzte den Ball jedoch knapp am kurzen Pfosten vorbei (14.). Górnik Zabrze versteckte sich allerdings nicht und hatte nach 17 Spielminuten die bis dahin beste Möglichkeit. Nach einer Flanke von Ikia Dimi kam Erik Janža am langen Pfosten völlig frei zum Abschluss. Mert Günok reagierte bei dessen wuchtigem Schuss stark und lenkte den Ball zur Ecke. Auf der Gegenseite wurde Fenerbahçe nach einem sehenswerten Angriff erneut gefährlich. Škriniar schickte Semedo mit einem Pass hinter die polnische Abwehr. Der Rechtsverteidiger erreichte die Grundlinie und legte auf Bartuğ zurück, dessen Abschluss vom Elfmeterpunkt jedoch noch von einem Verteidiger geblockt wurde (27.).
Talisca bringt Fenerbahçe in Führung
Die Gastgeber belohnten sich schließlich für ihre offensiveren Ansätze. Nach einem Freistoß übernahm Anderson Talisca die Verantwortung und zirkelte den Ball mit einem sehenswerten Schuss ins Tor. Damit brachte der Brasilianer Fenerbahçe mit 1:0 in Führung und sorgte für den ersten Treffer der neuen Pflichtspielsaison (37.). Damit ging es mit einer knappen Pausenführung für Fener in die Kabine.
🚀 Anderson Talisca, frikikten enfes bir gol attı. pic.twitter.com/hlSCI9V9wR
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Bartuğ scheitert an der Latte
Fenerbahçe kam auch nach der Pause mit viel Schwung aus der Kabine und drängte auf den zweiten Treffer. Zunächst versuchte es Fred nach einem Zuspiel von Talisca aus der Distanz, setzte den Ball aber knapp am langen Pfosten vorbei (49.). Wenig später wurde es deutlich gefährlicher. Nach einer Ecke von İrfan Can Kahveci stieg Talisca am kurzen Pfosten am höchsten, doch Górnik-Torhüter Michał Szromnik reagierte stark und verhinderte den Doppelpack des Brasilianers (54.). Die beste Gelegenheit zum 2:0 hatte schließlich Bartuğ Elmaz. Nach einem abgewehrten Eckball legte İrfan Can den Ball direkt auf den vor dem Strafraum wartenden Mittelfeldspieler ab. Bartuğ zog ohne zu zögern ab, traf mit seinem wuchtigen Schuss jedoch nur die Oberkante der Latte (63.). In der Schlussphase feierte auch Neuzugang Mason Greenwood sein Pflichtspieldebüt für Fenerbahçe. Der Engländer kam in der 83. Spielminute für İrfan Can Kahveci in die Partie und sollte noch einmal frischen Schwung in die Offensive bringen.
🤯 Bartuğ Elmaz’ın çektiği şut direkte patladı! pic.twitter.com/hRBFVLJwoz
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Fenerbahçe belohnte sich mit dem knappen Sieg für eine insgesamt kontrollierte Vorstellung und verschaffte sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel. Górnik Zabrze blieb zwar bis zum Schluss im Spiel, doch die Gelb-Marineblauen hatten die besseren Chancen und hätten das Ergebnis durchaus deutlicher gestalten können.
Foto: Ahmad Mora/Getty Images
