Trainersuche bei Trabzonspor: Die Spur führt zu Thomas Reis!

Trabzonspor sucht weiter nach einem geeigneten Nachfolger für Ex-Trainer Fatih Tekke. Nun sollen die Verantwortlichen der Bordeaux-Blauen Thomas Reis als Wunschlösung auserkoren haben. Der 52-jährige Deutsche, der in der Süper Lig mit Samsunspor für Furore sorgte, steht seit Saisonbeginn allerdings in Bulgarien bei Ludogorets Razgrad unter Vertrag. 

Kehrt Thomas Reis in die Süper Lig zurück? Zumindest soll ihn Trabzonspor unbedingt verpflichten wollen. Wie "HT Spor" am Dienstagmittag berichtet, haben die Verantwortlichen der Bordeaux-Blauen den gebürtigen Wertheimer bereits kontaktiert und ein unterschriftsreifes Angebot vorgelegt. Journalist Yagız Sabuncuoğlu zufolge strebe Trabzonspor an, den Deal innerhalb der nächsten 24 Stunden zu finalisieren. Konkrete Zahlen und Details zum Vertragsangebot sind aber noch nicht bekannt. Klar ist nur: Der Druck beim Schwarzmeerklub steigt täglich, einen Nachfolger von Fatih Tekke zu finden, der den Klub Anfang September im Einvernehmen verlassen hatte.

Pioli offenbar kein Kandidat mehr

In den vergangenen Tagen kursierten diverse Namen, vor allem Ex-Milan-Trainer Stefano Pioli wurde beim Vorjahresdritten der Süper Lig gehandelt. Nun soll Thomas Reis aber die favorisierte Wahl sein. Problem nur: Der 52-Jährige hat sich erst vor wenigen Wochen einer neuen Aufgabe angenommen und steht seit Mitte Juli bei Ludogorets Razgrad in Bulgarien unter Vertrag. Mit dem langjährigen Branchenprimus Bulgariens steht Reis nach neun Spieltagen (sieben Siege, zwei Remis) auf dem zweiten Tabellenplatz, scheiterte aber in der Qualifikation zur Conference League. Trabzonspor müsste Reis also aus seinem laufenden Vertrag herauskaufen.

Übertriebene Erwartungshaltung führte in Samsun zur Trennung

In der Türkei hinterließ Reis zuvor mächtig Eindruck als Trainer von Samsunspor, die er in 72 Spielen mit einem Punkteschnitt von 1,63 Punkten (33 Siege, 18 Unentschieden, 21 Niederlagen) sogar bis auf Tabellenplatz 3 und die Europa League führte. Zur Trennung kam es, weil der Vorstand offenbar dauerhaften Erfolg verlangte. "Ziele sind wichtig, aber sie müssen realistisch sein. Dauerhaft unter den Top vier oder fünf zu landen oder ständig europäisch zu spielen, ist ein sehr hohes Ziel, wenn der Etat nicht mit den Top Teams konkurrieren kann", erklärte Reis in einem Interview mit Sport1 im März 2026 nach der Trennung. Nun könnte er in die Süper Lig zurückkehren.