Nach der 1:3-Niederlage zum Auftakt der Champions League gegen Sporting Lissabon richtet sich der Zorn Galatasarays gegen Schiedsrichter Espen Eskas. Der Norweger habe aktiv gegen den türkischen Rekordmeister gearbeitet, das Spiel maßgeblich entschieden, so der Vorwurf von GS-Trainer Okan Buruk.
"Der Schiedsrichter hat ganz klar ins Spiel eingegriffen, mit vielen klaren nicht gegebenen roten Karten und einem Elfmeter, der nicht existierte", so das vernichtende Urteil von Okan Buruk nach Spielschluss gegenüber TRT Spor über Espen Eskas. Der norwegische Unparteiische und Galatasarays Trainer, das dürfte nach dem Mittwochabend feststehen, werden in naher Zukunft keine Freunde mehr. In einem Spiel, das die Istanbuler furios eröffneten und früh eine höhere Führung verpassten, sorgten umstrittene Entscheidungen für die Wende zu Gunsten Sporting Lissabons.
Gelb für Fußtritt gegen Batrakov in Ordnung, kein Elfmeter nach Jakobs‘ Einsteigen
Geht es nach Galatasaray, hätte Sporting schon nach einer knappen halben Stunde in Unterzahl agieren müssen, nachdem Altimira sich bei einem hohen Ball verschätzt und Batrakov mit dem offenen Fuß auf Bauchhöhe getroffen hatte. Statt Rot, sah der Portugiese aber nur Gelb – vertretbar, weil der Stollentreffer nicht hart war. Deutlich fragwürdiger war die Elfmeterentscheidung Eskas‘ nach einer Stunde. Luis Suarez, der an Cakir vorbeiging und dann vom mitlaufenden Jakobs leicht am Fuß getroffen wurde, sank viel zu leicht zu Boden. Jakobs hatte zudem klar den Ball gespielt – auf Champions-League-Niveau ist das nicht strafstoßwürdig!
Akgün: Dann ist das Spiel aus dem Ruder gelaufen
"Ich habe die Szene nicht komplett gesehen, aber man sagt, es sei keine richtige Entscheidung gewesen. Das Spiel ist dann etwas aus dem Ruder gelaufen", erklärte Interimskapitän Yunus Akgün bei TRT Spor schmallippig. Weniger Redebedarf aufgrund Sinnlosigkeit sah 1:0-Torschütze Lucas Torreira: "Wir sollten uns nicht mit den Entscheidungen des Schiedsrichters aufhalten, sondern an den Dingen jetzt arbeiten, die wir verändern können." Der nächste Gegner in der Champions League heißt dann am 13. Oktober Barcelona.
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