Fenerbahçe löst Vertrag mit Talisca auf – Wechsel in die Vereinigten Arabischen Emirate steht bevor

Die hartnäckigen Gerüchte haben sich bewahrheitet: Wie Fenerbahçe offiziell verkündete, wurde der Vertrag mit Offensivspieler Anderson Talisca im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Dem Vernehmen nach wird der 32-Jährige seine Karriere in den Vereinigten Arabischen Emiraten fortsetzen.

Wenn Fenerbahçe am morgigen Samstag Beşiktaş zum Derby in Kadıköy empfängt, wird Anderson Talisca bereits nicht mehr im Kader der Gelb-Marineblauen stehen. Was sich medial schon lange angedeutet hatte, zwischenzeitlich aber sowohl vom Spieler selbst als auch von den "Kanarienvögeln" dementiert wurde, ist nun offiziell – Fenerbahçe hat sich einvernehmlich vom Brasilianer getrennt. Laut übereinstimmenden Medienberichten zieht es Talisca in die Vereinigten Arabischen Emirate, wo er fortan für den Erstligisten Al-Jazira Club aus Abu Dhabi auflaufen soll. Dort steht unter anderem auch der ehemalige BJK-Torhüter Ersin Destanoğlu unter Vertrag. Während Taliscas mutmaßlicher neuer Arbeitgeber die Verpflichtung noch nicht bestätigt hat, ist davon auszugehen, dass den 32-Jährigen in der arabischen Metropole ein sehr lukratives Gehalt erwarten wird. Sportlich hingegen ist die Süper Lig auf einem wesentlich höheren Niveau anzusiedeln.

Viel Torgefahr, wenig Akzente im Pressing

Talisca war im Januar 2025 ablösefrei aus Saudi-Arabien an den Bosporus gewechselt, wo er zwischen 2016 und 2018 bereits das Beşiktaş-Trikot getragen hatte. Bei seinem zweiten Aufenthalt in Istanbul – diesmal für den Rivalen Fenerbahçe – absolvierte der technisch versierte Offensivspieler insgesamt 75 Pflichtspiele, in denen ihm 44 Tore und sieben Assists gelangen. Vermissen werden die Fans der "Kanarienvögel" wohl vor allem die regelmäßigen Traumtore des Routiniers. Für spektakuläre Treffer war Talisca immer wieder gut, während seine Arbeit gegen den Ball bisweilen zu wünschen übrig ließ. Möglicherweise auch deshalb entschied sich die sportliche Leitung, im Sturm lieber auf Akteure wie Vedat Muriqi und Romelu Lukaku zu setzen, die im Pressingverhalten für mehr Intensität und generell für mehr Physis als Talisca stehen. Letzterer verabschiedet sich nun zwar ohne türkische Meisterschaft von Fenerbahçe, doch immerhin reichte es in der vergangenen Saison zum Supercup-Titel. Außerdem trug er mit wichtigen Toren in der Qualifikation maßgeblich zur Champions-League-Rückkehr der Gelb-Marineblauen bei.

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