Fenerbahçe darf weiter von der Teilnahme an der Ligaphase der Champions League träumen. Am Mittwochabend sicherte sich der türkische Rekordmeister mit einem 1:1-Unentschieden gegen Gornik Zabrze (Hinspiel 1:1) den Einzug in die nächste Qualifikationsrunde. Wie schon in der Vorwoche konnten sich die Türken auf Offensivstar Anderson Talisca verlassen.
Im Gegensatz zum Hinspiel in Istanbul in der vergangenen Woche beorderte Fenerbahçe-Trainer Ismail Kartal Asensio in die Startelf. Fred rückte dafür eine Position nach hinten auf die Doppelsechs, Elmaz musste auf der Bank Platz nehmen.
Vor königsklassenwürdiger Kulisse im oberschlesischen Zabrze erwischte Fenerbahçe den besseren Start in die Partie. Kahveci, der erneut auf der rechten Außenbahn begann, schoss aber quer übers lange Eck am Tor vorbei (3.). Wenige Minuten später bot sich den Gästen dann die Chance vom Elfmeterpunkt: Weil Sadilek Skriniar beim Einlaufen einer Ecke von der rechten Seite am Trikot herunterzog, zeigte der belgische Schiedsrichter D’hondt nach Sichtung der VAR-Bilder auf den Punkt. Talisca (12.) nahm sich der Verantwortung an und verwandelte den Strafstoß souverän in die linke Torecke.
Ausgleich mit dem Pausenpfiff
Im plötzlich mucksmäuschenstillen Ernst-Pohl-Stadion von Zabrze hatte Fenerbahçe nach der Führung weitestgehend die Spielkontrolle, blieb im vorderen Drittel aber zu unsauber. Nach einer lang vorgetragenen Kombination flankte Asensio von der Grundlinie auf den im Strafraum einlaufenden Fred, dessen Kopfball nur knapp am Tor vorbeiging (23.). Mit fortlaufender Spielzeit wurden aber auch die Gastgeber stärker. Nach einer knappen halben Stunde war Torwart-Oldie Günok das erste Mal gefragt, als ein direkter Freistoß von Janza aus dem Eck gekratzt werden musste. Fenerbahçes 37-jähriger Schlussmann war dann auch bei einem Schuss von Zabrze-Stürmer Prekop zur Stelle, parierte stark über die Latte – und musste dann doch noch vor dem Halbzeitpfiff hinter sich greifen. Aus dem Getümmel heraus behielt der aufgerückte Rechtsverteidiger Sacek (45.+10) als einziger die Übersicht und stocherte den Ball zum Ausgleich ins Tor.
Greenwood kommt zur zweiten Halbzeit, bleibt aber blass
Zum Start der zweiten Halbzeit brachte Kartal Greenwood und Yüksek für Kahveci und Asensio auf den Rasen. Fenerbahçe hatte nach dem Seitenwechsel zunehmend wieder alles Griff, ließ Ball und Gegner laufen, präsentierte sich aber weiterhin in den entscheidenden Phasen ideenlos. Zu gefährlichen Abschlüssen kam es folglich eher selten. Kurz vor dem erlösenden 2:1 waren die Gäste erst nach 70 Minuten wieder, als erst Talisca nach einer Ecke knapp am linken Pfosten vorbeiköpfte. Wenige Augenblicke später scheiterte Yüksek aus zentraler Position am deutschen Zabrze-Keeper Schulze. Mit Anbruch der Schlussviertelstunde lebte die Partie vor allem von der Spannung – ein weitere Zabrze-Treffer hätte Verlängerung bedeutet. Gegen anrennende, aber ebenso nicht wirklich zwingende Polen bekam Fenerbahçe das Ergebnis letztlich über die Zeit gerettet.
Damit stehen die "Gelben Kanarienvögel" in der 3. Runde der Qualifikation zur Champions League, wo nun Sturm Graz als nächster Gegner wartet. Die Österreicher setzten sich zuvor gegen die Schotten von Heart of Midlothian durch.
Toplamda 2-1’lik skorla UEFA Şampiyonlar Ligi 3. ön eleme turuna yükseliyoruz. ✅#GORvFB pic.twitter.com/vFjlcMX1oH
— Fenerbahçe SK (@Fenerbahce) July 29, 2026
Foto: Ahmad Mora / Getty Images
