Im aserbaidschanischen Baku mit einem 3:1-Auswärtssieg beim dort ansässigen Klub Neçfti feierte Fatih Terim sein 500. Spiel als Trainer von Galatasaray. Über das Jubiläum fand der als "Imperator" bekannte Legenden-Trainer jedoch wenig Worte.

Zweifelsohne hätte Fatih Terim für sein Trainer-Jubiläum eine schönere Kulisse verdient als ein menschenleeres Stadion im aserbaidschanischen Baku, wo seine Löwen in der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League bei Neftçi gastierten. Am Ende machte ihm die Mannschaft aber das einzige Geschenk, das er sich an diesem Abend wünschte: Ein Sieg, der Galatasaray in die nächste Runde vorrücken lässt. "Es war sehr wichtig heute diesen Schritt zu gehen. Ich bin zufrieden mit meiner Mannschaft, sie hat gezeigt, dass sie unbedingt gewinnen will" lobte Terim nach Schlusspfiff den Auftritt seiner Männer: "Wir mussten drei, vier Spieler tauschen und schauen wie es kräftemaßig am besten ist. Die Rotation wird in diesem Jahr noch wichtiger sein", erklärte Terim weiter.

Für Galatasaray war das Spiel bei Neftçi Baku der insgesamt 286. Auftritt im europäischen Wettbewerb, für Fatih Terim dass 500. Spiel als Löwen-Trainer an der Seitenlinie. Beginnend mit dem Debüt 1996 und dem ersten Titel im türkischen Super Cup gegen Rivale Fenerbahçe im März 1997 (3:0) gewann Terim unter anderem acht türkische Meistertitel als Trainer – Rekord! Für "Cim Bom" ist Fatih Terim eine Institution, die auch wegen der 317 Spiele als Feldspieler, allseits gegeben und verbunden war. Angesprochen auf das jüngste 500er-Jubiläum erklärte der sonst so wortgewandte "Imperator" nur: "Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Ich bin einfach nur froh, dass Galatasaray den Weg in mein Leben gefunden hat."

Foto: Bulent Kilic / Getty Images